Seelsorge-Gemeinschaft Bübingen, Güdingen und Brebach-Fechingen

Weihnachts-Rundbrief 2005

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Liebe Freundinnen und Freunde,
"Lichtblicke" Ext. das Leitmotiv zur diesjährigen Adveniataktion. So wollen auch wir zu Weihnachten die Schattenseiten einmal hintanstellen und von einigen Lichtblicken aus unserem Umfeld berichten.

Vom 23. bis 27. November waren wir hier  in unserer Diözese an einer Reihe von Veranstaltungen beteiligt, die dazu geeignet waren, Mut zu machen, und die zeigten, dass viele Menschen hier sich für die Schaffung einer gerechteren, geschwisterlichen Gesellschaft einzusetzen. Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen die Gewalt gegen Frauen trafen sich hier in Quibdó dreitausend Frauen aus ganz Kolumbien. Am selben Tag begannen ein dreitägiges Jugendkunstfestival, ein Kinderkarneval und die Vollversammlung der kirchlichen Jugendgruppen. Ausstellungen von Fotos, Gemälden und indianischen Kinderzeichnungen dokumentierten neben Not und Leid auch eine Vielzahl von Träumen, Sehnsüchten und Initiativen.

Zweiunddreissig Frauengruppen, die ich, Ursula, seit einigen Jahren begleite und die sich mit  der Herstellung von Handarbeiten und der Zubereitung von typischen Gerichten ihren Lebensunterhalt verdienen, haben  in diesen Tagen ihre erste "Alternative, gerechte und solidarische Messe" hier auf dem Schulhof der Diözesanschule organisiert, auf der sie ihre kreativen und farbenfrohen Produkte einem zahlreichen Publikum darbieten konnten.

All diese Anstrengungen auf kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Ebene zeigen deutlich, dass längst nicht alle Kolumbianer an die Gewaltanwendung als legitimes und effektives Mittel zur Lösung ihrer Probleme glauben. Es gibt Alternativen, auch wenn sie nicht die Schlagzeilen der grossen Medien beherrschen. Auch von der Geburt des Jesuskindes wurde weder in Rom, noch in Athen oder sonstigen Metropolen Notiz genommen. Und doch hat dieses Ereignis die Welt verändert.

Das Weihnachtsfest hat daher nach wie vor für uns  eine ganz besondere Bedeutung, sowohl im grossen Rahmen als Fest der Hoffnung für die gesamte Menschheit wie auch im familiären Rahmen als Fest der Verbundenheit. Deshalb haben wir dieses Jahr beschlossen, nach langer Zeit einmal wieder Weihnachten in Deutschland bei unseren Familien zu feiern.

Herzlich
Ursula und Uli

letzte Änderung: 06.03.2011
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