Seelsorge-Gemeinschaft Bübingen, Güdingen und Brebach-Fechingen
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der Seelsorge-Gemeinschaft
St. Katharina (Bübingen), Heilig Kreuz (Güdingen) und Maria Hilf und St. Martin (Brebach-Fechingen)

September - Oktober 2000


Inhalt

Menschenrechte - Christenpflicht?!

Liebe Schwestern und Brüder!
Dr. Ralph Hildesheim
Erstkommunion 2001
Informationsabend für Eltern
Stadtrandfreizeit 2000
Angebote für junge Leute
Themenabend „Bolivien”
Erkundungsfahrt nach Rotterdam
Ökumenische Jugendfilmnacht zum Thema „Menschrechte“
Messdiener-Wochenende
Fahrt nach Kirkel ins „Haus Burgblick“
Bolivien- Kleidersammlung am 16. September 2000
Trauung
Herr Martin Welzel und Frau Alexandra Kerz-Welzel
Caritas-Sammlung im Juni 2000
Monatskollekte
Kindergärten
Spendenkonten
Taufen:
Trauungen:
Beerdigungen:
Ursula Holzapfel
Equipo Misionero Justicia y Paz
Colombia
Impressum

Schwerpunktwoche für
Menschenrechte:

Menschenrechte - Christenpflicht?!

3. - 13.9.2000

Dekanat Brebach

Veranstalter:
Kath. Pfarrgemeinden im Dekanat Brebach
ev. Kirchengemeinden Brebach-Fechingen, Güdingen und Bübingen-Kleinblitterdorf
Pax Christi Trier
Aktion 3 Welt Saar


Liebe Schwestern und Brüder!Seitenanfang

1989 wurde in Paris in großartiger Feier der 200. Jahrestag der Verkündigung der Menschenrechte begangen. Im letzten Jahr feierte die UNO den 50. Jahrestag der Menschenrechts-Charta zusammen mit dem Jahrestag ihrer Gründung. Seit so vielen Jahren sind nun die Menschenrechte in unserer Gesellschaft verankert und garantiert; und doch gibt es tagtäglich vielfältige Berichte über deren Verletzung. Überall auf der Welt werden Tag für Tag Menschen missbraucht, misshandelt, gefoltert und getötet, wird ihnen ihre menschliche Würde abgesprochen und mit Füßen getreten. Auch bei uns ist dies an der Tagesordnung. Die öffentliche Diskussion der letzten Wochen über rechtsextreme Ausschreitungen hat dies ja in erschreckendem Maße gezeigt.

Aus dem Evangelium erfahren wir immer wieder, wie Jesus Christus selbst sich dem Menschen genähert hat. Gerade denen, die in damaliger Gesellschaft ausgegrenzt, beschimpft, missachtet waren, ist er mit großem Respekt begegnet, hat er ihre Würde zurückgegeben. Dieses evangelische Zeugnis ist für uns Christen bis heute Verpflichtung in unserem Umgang mit den Menschen.

Vom 3. bis 13. September veranstaltet das Dekanat Brebach in Zusammenarbeit mit vielen anderen Gemeinden und Organisationen eine Schwerpunktwoche:

„Menschenrechte - Christenpflicht?!

Zusammen mit Gästen aus Kolumbien und vielen Mitarbeitern aus unserem Land und unserer Kirche wollen wir uns dieser Anfrage stellen. Vielfältige Veranstaltungen sind dazu vorgesehen, zu denen ich Sie ganz herzlich einladen möchte.

Es hängt an unser aller Engagement und unserem Interesse an dieser Thematik, wie die Menschenrechte auch in unserer Umgebung gestaltet und geachtet sind.

Ich grüße Sie alle von Herzen und hoffe, Sie bei einer der vielfältigen Veranstaltungen der Schwerpunktwoche begrüßen zu können.

Ihr Pastor

Ihr Pastor
Matthias Holzapfel


Dr. Ralph HildesheimSeitenanfang

Liebe Angehörige der kath. Gemeinden in Brebach-Fechingen, Bübingen und Güdingen!

Ich möchte mich auf diese Weise als der neuen Kooperator der Pfarrgemeinden vorstellen.

Mein Name ist Dr. Ralph Hildesheim, ich bin am 28.03.1965 geboren und stamme aus Sulzbach/Saar.

1984 habe ich Abitur gemacht und trat danach ins Bischöfl. Priesterseminar in Trier ein. In Trier und Irland studierte ich kath. Theologie - übrigens zur gleichen Zeit wie Ihr Pastor Matthias Holzapfel, den ich durch das gemeinsame Studium gut kenne.

1989 machte ich Diplom in Theologie; danach studierte ich weiter und erwarb das 1. und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern kath. Religionslehre, Englisch und Philosophie. Außerdem wurde ich in alttestamentlicher Exegese promoviert zum Doktor der Theologie.

Meine Referendariatszeit verbrachte ich in Speyer und mein Diakonat in Koblenz Horchheim und Pfaffendorf.

1997 wurde ich zum Priester geweiht; ich habe jetzt als Kaplan (bzw. Vikar) in Niederzissen, Oberzissen und Wehr im schönen Brohltal gearbeitet.

Zum Beginn des Schuljahres 2000/20001 hat mich unser Bischof zum geistlichen Gymnasiallehrer am deutsch-französischen Gymnasium in Saarbrücken ernannt. In der Nähe der Schule habe ich auch eine Wohnung gefunden.

Neben dieser Tätigkeit habe ich mich bereit erklärt, als Priester in Ihren Pfarrgemeinden in Absprache mit Ihrem Pfarrer eine gewisse Anzahl von Gottesdiensten mit Ihnen zu feiern.

Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass ich in Ihren Pfarreien weder als Kaplan bzw. Vikar noch als zweiter Pfarrer arbeiten werde. Ich habe im Schuldienst eine volle Stelle und werde lediglich - wenn Sie so wollen freiwillig und zusätzlich - im Bereich der Gemeindemessen einige Dienste übernehmen, soweit mir das zeitlich möglich ist.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich das zu Beginn meiner Tätigkeit so klar formuliere - vielleicht können so Missverständnisse bezüglich meines Einsatzes in Ihren Pfarreien von Anfang an vermieden werden.

Als Priester ist es mir wichtig, gemeinsam mit Ihnen auf dem Weg zu sein. Eine gute Gemeinschaft und offener Autausch untereinander sind dabei für mich sehr bedeutsam. So können wir miteinander die Beziehung suchen zu JesusChristus, dem Herrn unserer Kirche.

Auf zahlreiche Begegnungen mit Ihnen, die für mich wahrscheinlich einen wichtigen neuen Lebensabschnitt darstellen werden und so hoffentlich unseren gemeinsamen Glauben mitprägen werden, freue ich mich schon jetzt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ralph Hildesheim


Erstkommunion 2001Seitenanfang

Informationsabend für Eltern

Für die Kinder des 3. Schuljahres steht im nächsten Jahr ein großes Fest an. Wir feiern ihre erste Begegnung mit Jesus Christus in der Heiligen Kommunion. Die Vorbereitung wird nach den Herbstferien beginnen. Alle interessierten Eltern dieser Kinder sind zu einem Informationsabend am Donnerstag, dem 14.9. um 20 Uhr im Brebacher Pfarrheim eingeladen. Die Anmeldung der Kinder wird im Anschluss daran, also Ende September, möglich sein.

H. Willems


Stadtrandfreizeit 2000Seitenanfang

Fast 60 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren waren bei der diesjährigen Stadtrandfreizeit vom 26. Juni bis 3 Juli in Brebach dabei.

Zusammen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern bauten sie ein Raumschiff und flogen auf den Chaosplaneten „Chikaska.

Bei mehreren Raumflügen lernten die Kinder die dort lebenden Außerirdischen kennen. Sie besuchten auf diesem Planeten das „Marsland”, das „Wasserland”, das „Dschungelland”, das „Zirkusland” und das „Mittelalterland”, bevor sie sich wieder auf den Heimweg zur Erde machten.

Den zahlreichen Frauen und Männern, die durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit in der Küche und in der Organisation diese Stadtrandfreizeit ermöglicht haben, sagen wir ein herzliches Dankeschön!

Unser besonderer Dank gilt den Leiterinnen, Edeltrud Triem und Jeannette Meuren, und den 15 Betreuerinnen und Betreuern, ohne deren erfahrene Reisebegleitung viele Kinder wahrscheinlich auf dem Chaosplaneten verlorengegangen wären.


Angebote für junge LeuteSeitenanfang

Themenabend „Bolivien”

Ein Reisebericht am 12. September, 20.00 Uhr, im Pfarrheim Bübingen: In seinem Diavortrag erzählt Christoph Morgen, Pastoralassistent in Scheidt-Schafbrücke, von den Schönheiten und Problemen Boliviens. Dieses Abendtreffen ist nicht ausschließlich für junge Leute gedacht - und auch nicht nur für Menschen, die vier Tage später bei der Kleidersammlung teilnehmen wollen!

Erkundungsfahrt nach Rotterdam

Als „Dankeschön” für die Helferinnen und Helfer, die sich seit Jahren bei der Bolivien-Aktion engagieren, lädt die Katholische Jugendzentrale zu einer kostenlosen Erkundungsfahrt nach Rotterdam ein. Am 2./3. Oktober wird die holländische Kleiderverwertungsfabrik besichtigt, die die Altkleider sortiert und weiterverarbeitet; es stehen aber auch Informationen zur Bolivien-Partnerschaft und eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. (Anmeldeunterlagen sind ab sofort im Pfarrhaus Brebach erhältlich!)

Ökumenische Jugendfilmnacht zum Thema „Menschrechte“

Am Freitag, den 08. September 2000, findet ab 19.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Bliesransbach eine Jugendfilmnacht statt. Thematisch dreht sich dabei alles um die Menschenrechte. Genauere Infos zu dieser Veranstaltung gibt es im Pfarrhaus Brebach.

Kaffeeklatsch

Alle, die in der Jugend- und MessdienerInnenarbeit in unserer Seelsorge-Gemeinschaft engagiert sind, treffen sich zum Ideenaustausch und zur Planung gemeinsamer Veranstaltungen am 23. September um 15.00 Uhr. Auch „Neulinge „und Interessierte sind zu diesem Kaffeeklattsch” herzlich willkommen.


Messdiener-WochenendeSeitenanfang

Fahrt nach Kirkel ins „Haus Burgblick“

Hallo Messdiener der ganzen Seelsorge-Gemeinschaft!

Wir möchten Euch alle ganz herzlich zu einem gemeinsamen „Messdienerwochenende” einladen. Zeit zum Kennenlernen und ein abenteuerliches Programm sind bereits in Planung! Unser Motto für diese 2 Tage lautet:

„Zurück ins Mittelalter ... Einer für alle, alle für einen!”

Es wäre schön, wenn wir auf zahlreiches Interesse stoßen, und sich unsere Vorfreude schon auf Euch übertragen würde.

Für das geistliche und leibliche Wohl wird Herr Pfarrer Matthias Holzapfel sorgen.

Termin:

Freitag, der 27.10.2000 bis

Samstag, der 28.10.2000

Wenn Ihr Fragen habt, meldet Euch einfach bei:

Jochen Stuppi

Tel.: 0681/87 34 17

e-mail: jochen.stuppi@gmx.de


Bolivien- Kleidersammlung am 16. September 2000Seitenanfang

Die „Bolivien-Kleidersammlung” wird vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) seit mehr als 30 Jahren durchgeführt. Beim Verkauf der Altkleider wird (im Gegensatz zu vielen kommerziellen Sammlern) nach strengen Richtlinien verfahren, um die Textilindustrie in den Entwicklungsländern möglichst nicht zu schädigen. Dies geschieht unter dem Warenzeichen „Fair-Wertung”. Alle gemeinnützigen Verbände und Organisationen, die unter diesem Zeichen sammeln, verpflichten sich unter anderem zu folgenden Grundsätzen:

- Die Erlöse aus den Altkleidersammlungen kommen gemeinnützigen Organisationen zugute.

- Ca. 5 % der Sammelmenge (ca. 10 % der tragfähigen Kleidung) werden in guter Qualität für Kleiderkammern, Katastrophenhilfe und Entwicklungsprojekte zur Verfügung gestellt.

- Die Vermarktung der Kleider unterliegt stengen sozialen und ökologischen Kriterien.

Der Erlös aus dem Verkauf kommt direkt den beiden Partner-Organisationen des BDKJ in Bolivien zugute. Diese unterhalten in den ländlichen Gebieten Boliviens zahlreiche Schulen, Internate, Gesundheits- und Ausbildungszentren.

Wir bitten darum, Ihre gut erhaltenen Altkleider für diese Sammlung zurückzuhalten und nicht an kommerzielle Sammler zu spenden.

Alle Sammlerinnen und Sammler aus unserem Dekanat sind zum Abschluß der Aktion herzlich zum Mittagessen ins Pfarrheim Brebach eingeladen.

Wallfahrt nach Maria Einsiedeln/Schweiz

vom 22. - 26.10.2000

Wie im letzten Jahr bieten wir Ihnen auch in diesem Herbst eine mehrtägige Wallfahrt an. Diesmal führt sie uns nach Maria Einsiedeln in der Schweiz. Am Sonntag, den 22.10. beginnen wir wieder mit der Hl. Messe um 9.00 Uhr in Fechingen, anschließend machen wir uns auf den Weg, im gemeinsamen Gebet, der Gottesdienstfeier und der Betrachtung die Anliegen unserer Gemeinde auf Fürsprache Mariens vor Gott zu bringen. Auch Zeit zur Begegnung untereinander, zum Gespräch und zum Eindrücke Sammeln in der herrlichen Schweizer Landschaft wird genügend sein. Am Donnerstagabend (26.10.2000) werden wir wieder zurück sein.

Der Preis beträgt pro Person 480,-- DM für Fahrt und Unterkunft und Halbpension (Einzelzimmerzuschlag 60,-- DM). Es stehen 35 Plätze zur Verfügung.

Anmeldungen sind in den einzelnen Pfarrbüros möglich. Wir bitten dabei um eine Anzahlung auf das Konto: Nr. 204 042 568 bei der Sparkasse Sbr. BLZ 590 501 01, Stichwort Maria Einsiedeln.


TrauungSeitenanfang

Herr Martin Welzel und Frau Alexandra Kerz-Welzel

Wir beglückwünschen unseren Organisten Herrn Martin Welzel und Frau Alexandra Kerz-Welzel zu diesem Schritt und wünschen beiden für den gemeinsamen Lebensweg Glück und Harmonie. Möge der Herr ihnen die notwendige Stärke und Beständigkeit geben, auch die Schwierigkeiten des Alltags zusammen zu meistern.

Chöre

Wir sind stolz, dass unsere Seelsorge-Gemeinschaft so eine große Palette verschiedener Chöre vorzeigen kann.

Wenn bei Ihnen Interesse besteht und Sie mitmachen wollen, freuen wir uns sehr. Wir können immer Verstärkung gebrauchen.

Pfarrcäcilienchor

Maria Hilf, Brebach

Proben: mittwochs, 19.45 - 21.15 Uhr

Pfarrheim Maria Hilf, Brebach

Saarbrücker Str. 72 a

Leitung: Martin Welzel

Chorgemeinschaft

St. Martin, Fechingen

Proben: donnerstags, 19.30 - 21.00 Uhr

Pfarrheim St. Martin, Fechingen

Provinzialstr. 69

Leitung: Martin Welzel

Kinderchor

Heilig Kreuz, Güdingen

Proben: dienstags, 16.00 - 16,30 Uhr

Heilig Kreuz, Güdingen (Werktagskapelle)

Saargemünder Str. 159a

Leitung: Martin Welzel

Schola

Heilig Kreuz, Güdingen

Proben: donnerstags, 16.30 - 17.00 UhrHeilig Kreuz, Güdingen (Werktagskapelle)

Saargemünder Str. 159a

Leitung: Martin Welzel

Frauenschola

Maria Hilf, Brebach

Proben: nach Vereinbarung

Leitung: Arnold Scherer

Frauenschola

St. Katharina, Bübingen

Proben: mittwochs, 19.00 Uhr

St. Katharina, Bübingen

Saargemünder Str.

Leitung: Günter Schwan

Instrumentalkreis

St. Katharina, Bübingen

Proben: nach Vereinbarung

Leitung: Ulrike Stephan

Flötengruppe

St. Katharina, Bübingen

Proben: mittwochs, 17.30 - 18.00 Uhr

St. Katharina, Bübingen (Orgelempore)

Saargemünder Str.

Leitung: Ulrike Stephan

Informationen & Koordination:

Kantor MARTIN WELZEL


Caritas-Sammlung im Juni 2000Seitenanfang

Wir bedanken uns sehr für die eingegangen Spenden:

Brebach-Fechingen: 1.900,00 DM

Güdingen 650,00 DM


MonatskollekteSeitenanfang

Auch hier dürfen wir uns recht herzlich bei Ihnen für die eingegangenen Spenden bedanken.

Monatskollekte Juni /Juli 2000

Brebach:

Monat Juli 328,50 DM

Monat August 325,00 DM

Güdingen:

Monat Juli 154,41 DM

Monat August 331,31 DM

Fechingen:

Monat Juli 142,00 DM

Monat August 138,50 DM


Taufen:Seitenanfang

Leon Maurice Böhmann

Maria-Sofia Caputo-Bonafini

Laura Flatscher

Dustin Flory

Tim Freidinger

Jan Geistel

Florian Maximilan Göritz

Anna Elisabetea Haßlach

Lea Luise Hegemann

Leonie Heidt

Jerome Henning

Denis Kriebisch

Dennis Krumm

Sophie Musmann

Julia Niederländer

Nick Peters

Melissa Sand

Michael Sean Staniszewski

Robin Patrick Towae

Nico Weirich

Lea Zimmer


Trauungen:Seitenanfang

Ollig /Kneip

Becker/Bieler

Rein/Romano


Beerdigungen:Seitenanfang

Regina Follmar, Brebach

Elisabethea Hoffmann

Margot Jung, Brebach

Gerhard Kirschbaum, Güdingen

Maria Sacco, Bübingen

Herta Seeger, Brebach

Peter Siefert, Neunkirchen

Robert Streit, Brebach

Carsten Trägner, Fechingen

Elvira Pauline Weber, Güdingen

Ursula Holzapfel

Equipo Misionero Justicia y Paz

Colombia

Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

Juli, das halbe Jahr ist bereits zu Ende gegangen und die großen Ferien haben bei vielen von Euch schon begonnen. Da möchten wir uns nochmals melden und etwas von dem, was sich hier ereignet hat, berichten.

Am selben Tag, an dem wir den März -Rundbrief verschickt haben, wurden die Atratodörfer Vigia del Fuerte und Bellavista von Guerillatruppen der FARC überfallen. Der Angriff mit Propangasflaschen, die als Kanonen eingesetzt werden, dauerte die ganze Nacht vom 25. auf den 26. März und richtete sich in erster Linie gegen die Polizeistation und das Bürgermeisteramt in Vigia, wo 21 Polizisten und 9 Zivilpersonen ums Leben kamen, darunter der Bürgermeister, welcher als Komplize der Paramilitärs bekannt war. 25 Privathäuser und die Kirche wurden völlig zerstört. Alle Geschäfte und sogar das Pfarrhaus in Bellavista wurden geplündert. Die Caja Agraria, die einzige Sparkasse im Umkreis von 100 km, wurde ausgraubt und gesprengt. Den Paramilitärs, die von Vigia aus seit 3 Jahren in der ganzen Gegend Angst und Schrecken verbreitet hatten, wurde dabei kein Haar gekrümmt. Sie versteckten sich wärend des Angriffs und kamen erst wieder zum Vorschein, als am Abend darauf das Militär die Kontrolle übernahm. Nach 3 Wochen zogen die Truppen wieder ab, und seitdem haben sich auch die Paramilitärs nicht mehr blicken lassen. Wenigstens das ist eine Erleichterung für die Landbevölkerung, die sich jetzt endlich wieder frei bewegen kann. Aber zu welchem Preis!

Einen Monat später unternahm dann die ELN, die zweitstärkste Guerillaorganisation Kolumbiens einen Angriff auf ein Goldgräberlager im Negua, einem Nebenfluss des Atrato ganz in der Nähe von Quibdo. Dort hatten vor knapp 1 Jahr auswärtige „Unternehmer“ die Ausbeutung einer Goldmine mit 7 großen Baggern angefangen ohne offizielle Lizenz und ohne Absprache mit der einheimischen Bevölkerung. Bald waren die Umweltschäden deutlich zu erkennen. Kilometerweit begann der Urwald abzusterben. Alle Versuche des Bauernverbandes, mit Unterstützung der zuständigen Umweltbehörde und der Polizei diesen Missstand zu unterbinden, waren erfolglos, denn es stellte sich heraus, dass die Paramilitärs an der Ausbeutung der Goldmine beteiligt waren und sich jeder Kontrolle mit Gewaltandrohung widersetzten. Sie waren sich ihrer Sache so sicher, dass am 28. 4. nur ein bewaffneter Paramilitär das Lager bewachte, der von den angreifenden Guerillakämpfern überwältigt und dann erschossen wurde. Anschließend wurden die Bagger verbrannt und 8 Teilhaber und Verwalter des „Unternehmens“ gefangengenommen und verschleppt. In den darauffolgenden Tagen floh die gesamte Bevölkerung des Negua, 432 Familien aus 8 Dörfern, nach Quibdo aus Angst vor zu erwartenden Gefechten zwischen der Guerilla und den Paramilitärs.

Zur selben Zeit blockierten mehrere Indianergemeinden die beiden einzigen Zufahrtstraßen aus dem Landesinneren nach Quibdo, um auf diese Weise gegen die totale Vernachlässigung der Regierung im Gesundheits- und Erziehungswesen zu protestieren. All diese Ereignisse verursachten hier in Quibdo im Mai eine Art Panik. Es hieß, die Guerilla würde Quibdo einnehmen. Hotels und Privatwohnungen in der Nähe der Polizeikaserne wurden evakuiert uns sogar dem Bischof wurde nahegelegt, sein Haus zu verlassen, worauf er sich natürlich nicht einließ. Die Geschäftsleute, welche die Paramilitärs finanziell unterstützt haben, flohen mit ihren Familien nach Modellin und viele leiten ihre Geschäfte bis heute aus der Ferne.

Diese Panikstimmung hat dazu beigetragen, dass die sogenannten „sozialen Säuberungen „ in Quibdo, die wir in unserem letzten Rundbrief erwähnt haben, erschreckend zunahmen. Ein Fall, den wir sehr nahe miterlebt haben, hat uns besonders betroffen gemacht. Jose Marcelino Ramos, ein junger Mann, 24 Jahre, Vater von 3 kleinen Kindern von 5 und 3 Jahren und einem Baby von 10 Monaten, war uns seit vielen Jahren bekannt. Er ist im Murri aufgewachsen und lebte seit einigen Jahren von Gelegenheitsarbeiten in Quibdo. Seine Frau, ein Mädchen aus dem Arquiafluss, gehört ebenfalls zu unseren ehemaligen „Pfarrkindern.

Im August 1999 wurde der Vater von Jose Marcelino während einer Fahrt über den Atrato von den Paramilitärs ermordet, weil vor einigen Jahren ein anderer Sohn von ihm zur Guerilla gegangen war. Nach der Ermordung seines Vaters hatte Jose Marcelino die Verwantwortung für seine minderjährigen Geschwister übernommen und war zum Familienoberhaupt geworden. 3 eigene Kinder und 3 jüngere Geschwister, seine Frau, seine Schwiegermutter und seine Mutter mussten von ihm ernährt werden. Um ihm etwas zu helfen, ließen wir ihn gelegentlich unseren Garten saubermachen. Dann tauchte plötzlich der Bruder, der zur Guerilla gegangen war, mit einem Freund in Quibdo auf und bat Jose Marcelino um Unterkunft. Wie das hier mit der Familiensolidarität so ist, konnte er nicht gut nein sagen. Am 4. Mai morgens um sechs Uhr wurde dann eine Hausdurchsuchung bei ihm durchgeführt und er wurde zusammen mit den beiden Gästen und zwei weiteren Brüdern von der Staatsanwaltschaft verhaftet. Die jungen Männer wurden 2 Tage lang in der Militärkaserne verhört. Danach wurden drei von ihnen ins Gefängnis gebracht. Jose Marcelino und einer seiner Brüder wurden abends im Dunkeln vor einem als Paramilitätreffpunkt bekannten Lokal von den Militärs „freigelassen“. Der Unteroffizier gab ihnen noch grinsend den Segen. Dann fuhren die Soldaten los. Sofort kam ein Paramilitär auf die beiden zu. Der andere Bruder bemerkte die Gefahr und konnte weglaufen und sich verstecken. Jose Marcelino wurde in ein Taxi gezerrt und zur Müllhalde gebracht. Dort fand man am darauffolgenden Tag seine Leiche.

Andere Morde finden am hellen Tag mitten im Stadtzentrum statt. 2 Indianer wurden genau vor dem Bürgermeisteramt erschossen, ein weiterer Jugendlicher mitten auf dem Marktplatz wenige Meter von der Polizeistation entfernt. Am Sonntag, dem 18. Juni um 11.40 Uhr wurde ein junger Mann aus einem der Atratodörfer, der zwei Tage zuvor wegen Besorgungen nach Quibdo gekommen war und den wir auch kannten, vor der Kathedrale umgebracht. In all diesen Fällen kamen die Täter auf einem Motorrad, hielten kurz vor ihrem Opfer an und fuhren nach dem Mord in aller Ruhe weiter. Am Sonntagmorgen waren jedoch, wie gewöhnlich, alle Straßen um die Kathedrale für Autos und Motorräder von der Verkehrspolizei gesperrt und nur für Fußgänger und Fahrradfahrer freigegeben.

Unsere Aufgabe besteht in diesen Fällen darin, uns um die Hinterbliebenen zu kümmern, damit sie Unterstützung erhalten, die dafür nötigen Papiere zu besorgen, die Informationen an das UNO-Büro für Menschenrechte weiterzuleiten und dafür zu sorgen, dass diese Verletzungen der Menschenrechte nicht einfach als etwas alltägliches hingenommen werden. Leider können all zu oft im Moment keine konkreten Schritte unternommen werden, aber wir finden es wichtig, dass diese Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Wie lange hat es gedauert, bis gegen Pinochet etwas unternommen werden konnte!

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

Ihr seht, hier gibt es eine Menge an Aufgaben und sie sind nicht immer leicht, oft stehen wir auch vor der Frage: Wie können wir diese Ereignisse anderen Menschen näher bringen?

Eine Möglichkeit ist es, in diesen Rundbriefen über die Situation zu berichten und in der Zeit vom 25. August bis 7. Oktober werden wir gemeinsam mit Albeiro Parra von der Sozialpastoral der Diözese Quibdo und den Vertretern der Fundacion de Vida (Organisation zur Unterstützung für Schwarze Emigranten) an verschiedenen Veranstaltung in Deutschland über das Thema Menschenrechte teilnehmen. So werden wir beim Kolumbientag der Diösese Aachen am 16. September dabeisein ebenso in der Menschenrechtswoche in Saarbrücken.

Mit einigen von Euch werden wir uns sicherlich treffen und verbleiben mit herzlichen Grüssen

Ursula und Uli



Impressum:
Herausgeber:
Pfarrer Matthias Holzapfel
Adresse:
Seelsorge-Gemeinschaft der Kath. Pfarreien
St. Katharina, Heilig Kreuz, Maria Hilf und St. Martin
Saarbrücker Straße 72a
66130 Saarbrücken
Tel. 06 81 - 87 21 34
Fax 06 81 - 87 61 475
eMail pfarrbuero@bgb-f.de

Der nächste Pfarrbrief erscheint am im November 2000.
Redaktionsschluss ist am 15.10.2000.

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