

der Seelsorge-Gemeinschaft
St. Katharina (Bübingen), Heilig Kreuz (Güdingen) und Maria Hilf und St. Martin (Brebach-Fechingen)
September-November 2005
Unsere Kirchen in Brebach, Fechingen, Güdingen und Bübingen sind tagsüber geöffnet.

Am heutigen Sonntag haben alle Bundesbürger die Wahl, unsere Gemeinden dagegen haben keine Wahl, denn die Personalführung der Diözese Trier hat entschieden, dass unser Diakon Bernhard Petry nach Abschluss seiner zweijährigen Ausbildung zum Diakon im Hauptberuf nicht mehr länger in unserer Gemeinde Dienst tun darf.
Trotz aller früheren Versprechungen hinsichtlich einer weiteren Tätigkeit in unserer Seelsorgegemeinschaft ist nun entschieden, dass Diakon Petry ab 1. Oktober 2005 seinen Dienst in der Pfarreiengemeinschaft Eppelborn/Bubach/Calmesweiler aufnehmen muss. Wir lassen ihn nur ungern gehen, haben wir ihn doch in den vergangenen zwei Jahren als einen sehr engagierten und liebenswerten Seelsorger schätzen gelernt. Ihm selbst, so glaube ich sagen zu dürfen, fällt der Abschied von uns ebenso schwer, wie er uns von ihm fällt.
Für seine Mitarbeit und sein persönliches Engagement in unseren Gemeinden möchte ich ihm von dieser Stelle aus einen herzlichen Dank sagen.
Wir wollen uns von Diakon Petry am Samstag, dem 24. September, im Abendgottesdienst in Brebach Maria Hilf verabschieden. Im Anschluss daran laden wir Sie zu einem gemeinsamen Umtrunk in und um die Kirche ein, so dass jeder der möchte Gelegenheit hat, von Herrn Petry persönlich Abschied zu nehmen.
Wir hoffen jedoch, dass wir auch in Zukunft mit ihm in einem guten Kontakt bleiben können und wünschen ihm für die Zukunft Gottes reichen Segen.
Zum Schlussgottesdienst am Fest des Ewigen Gebetes am Sonntag, dem 25. Sept., um 18.00 Uhr, ebenfalls in Brebach, wird Herr Diakon Petry zum letzten Mal den Gottesdienst mit uns feiern. Auch dazu laden wir Sie herzlich ein.
In diesem Gottesdienst wird auch Pater Louis Carlos aus Kolumbien zum letzten Mal während seines Europaaufenthaltes mit uns feiern, er hat sein Studium in Rom mit „summa cum laude“ beendet und kehrt am 28. Sept. nach Kolumbien zurück. Auch ihm wünschen wir Gottes Segen für seine weitere Arbeit in seiner Heimatdiözese, verbunden mit der Hoffnung, dass es immer wieder im Rahmen unserer Freundschaft mit der Diözese Quibdo eine Begegnung mit ihm geben wird.
Nach so viel Abschied gibt es aber auch wieder eine Begrüßung. Nach Ende ihres Erziehungsurlaubes wird Frau Marietta Engler-Müller ab dem 26. Sept. wieder ihre Arbeit im Pfarrbüro Brebach-Fechingen aufnehmen. Die Arbeitsverträge mit Frau Schöneberger und Frau Kleinbauer wurden dahingehend verändert, dass auch sie beide weiterhin bei uns tätig sind und Sie so auch in Zukunft die bisher bekannten Gesichter und Stimmen im Pfarrhaus antreffen. Die Aufteilung der Verträge auf drei, oder besser gesagt mit Frau Schmehr auf vier Pfarrbüromitarbeiterinnen hat den Vorteil, dass im Urlaubs- oder Krankheitsfall das Pfarrbüro trotzdem besetzt ist.
Ihr Pastor
Matthias Holzapfel

Am Montag, dem 12. September, hat er nun endlich begonnen – der 2. Bauabschnitt der Innenrenovierung unserer Pfarrkirche Hl. Kreuz. Obwohl schon Vieles gemacht worden ist (Elektroinstallationen, Beleuchtung, Läutewerk, Mikrofonanlage) hatten trotzdem Viele den Eindruck, es geht nicht voran. Die meisten der Dinge, die bisher passiert sind, sind halt nicht auf den ersten Blick sichtbar.
Nun geht es aber auch mit den sichtbaren Renovierungsarbeiten voran. Inzwischen ist die Kirche im Innern eingerüstet, die Wandflächen werden gereinigt, die schadhaften Putzstellen und Senkungsrisse ausgebessert, und dann beginnt der sehnlichst erwartete Innenanstrich mit der künstlerischen Gestaltung der Chorwand und einigen anderen kleinen Veränderungen.
Am 1. Advent - so die Zusicherung des leitenden Architekturbüros Schley – können wir den Gottesdienst wieder in unserer eigenen Kirche feiern. Bis dahin sind wir Gäste in der evangelischen Kirche in Güdingen. Der Sonntagsgottesdienst um 11.00 Uhr und die Sterbeämter werden wir bis zum Wiedereinzug in unsere Kirche dort feiern.
Eine wichtige Aufgabe ergibt sich aber noch für die ganze Gemeinde. Natürlich reicht das bisher gesammelte Geld für alle Renovierungsarbeiten noch nicht aus. Wir müssen auch in Zukunft noch viel Geld sparen. Daher sind wir auf Ihre Größzügigkeit angewiesen, sowohl bei den Sonntagskollekten, als auch durch einzelne Spenden zu Gunsten der Kirchenrenovierung. Deshalb liegt der Güdinger Ausgabe dieses Pfarrbriefes auch ein Überweisungsträger bei, mit dessen Hilfe Sie unserer Gemeinde eine Spende zur Deckung der Kosten der Kirchenrenovierung zukommen lassen können. Eine Spendenbescheinigung werden wir Ihnen auf Wunsch gerne zusenden. Schon jetzt bedanken wir uns herzlich für jede eingehende Spende.
Pfr. Matthias Holzapfel
Seit vielen Jahren ist die finanzielle Situation unserer Kirchengemeinde Maria Hilf/St. Martin Brebach/Fechingen sehr angespannt. Bei Beginn meiner Amtszeit vor sieben Jahren waren noch erhebliche Schulden von der Innenrenovierung der Brebacher Kirche und anderer früher durchgeführter Arbeiten zu begleichen. Eine innere Anleihe auf das Fabrikvermögen der Kirchengemeinde war nicht einmal begonnen worden zurückzuzahlen.
Inzwischen sind zwar die Bankdarlehen zurückgezahlt und ein Großteil der inneren Anleihe, jedoch rissen und reißen neue anstehende Aufgaben immer wieder große Löcher in den Haushalt unserer Kirchengemeinde. Der Unterhalt für unsere Gebäude – Kirche, Pfarrheim, Kindergarten – sowie ständig anstehende Reparaturen und Erneuerungen kosten immer wieder hohe Summen. Dabei sind viele Dinge nicht aufschiebbar, um größere Schäden zu verhindern. Dagegen sind die Kollekten und die eingehenden Einzelspenden in den letzten Jahren stets rückläufig.
Eigentlich müsste der Bedarf für den Gottesdienst und ein Großteil der Unterhaltskosten der Kirchen aus den Kollekten gedeckt werden, doch dies geht schon seit Jahren nicht mehr, besonders nicht in Fechingen.
In den Jahren, bevor die Kindergärten an die KiTagGmbH übergeben worden sind, haben auch diese in jedem Jahr einen hohen finanziellen Aufwand für unsere Gemeinde bedeutet. Ebenso mussten wir als Mitträger der Sozialstation Halberg/Obere Saar seit mehreren Jahren höhere Beiträge dorthin zahlen, als wir vom Förderverein erstattet bekommen konnten. So ist trotz vieler Einsparungen, die wir im Haushalt vorgenommen haben, die finanzielle Lage unserer Gemeinde immer noch erdrückend.
Deshalb möchten wir auch die Gemeindemitglieder von Brebach-Fchingen herzlichst bitten, durch eine Sonderspende die finanzielle Situation unserer Gemeinde zu entlasten. Deshalb liegt auch der Brebacher Ausgabe dieses Pfarrbriefes ein Überweisungsträger bei. Gerne stellen wir Ihnen eine Spendenbescheinigung aus. Wir wissen, dass in diesen Zeiten alle sparen müssen, hoffen aber trotzdem auf Ihre Großzügigkeit und danken Ihnen schon jetzt von Herzen.
Pfr. Matthias Holzapfel
Die diesjährige Dekanatswallfahrt der kfd am 28. Sept. 2005 geht nach Otterberg in der Pfalz. Um 15.00 Uhr beginnt in Otterberg in der Kirche die Eucharistiefeier Die Kollekte im Gottesdienst ist für Kolumbien bestimmt. Danach ist Gelegenheit zum Kaffee trinken. Weitere Informationen, wie Fahrpreis etc. werden kurz vor der Fahrt bekannt gegeben.
kfd Bübingen: Abfahrt um 13.15 Uhr an der Kirche in Bübingen. Wer mitfahren möchte, bitte in der ausgelegten Liste eintragen.
kfd Güdingen und Brebach-Fechingen: Anmeldungen bei den Helferinnen bis zum 22. 9. - Abfahrtzeiten und Kosten werden noch bekannt gegeben.
Es ist wieder soweit! Am Samstag, dem 15. Oktober 2005, findet die diesjährige Kleidersammlung statt. Jugendliche und Erwachsene aus unserer Seelsorge-Gemeinschaft werden die Säcke einsammeln. Veranstaltet wird die Bolivienkleidersammlung vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend ( BDKJ) im Bistum Trier. Der BDKJ übernimmt die organisatorischen Vorarbeiten und sorgt für den Verkauf der gesammelten Kleidung an Händlerfirmen. Der Erlös fließt an Partnerorganisationen in Bolivien. Bitte stellen Sie die Säcke am besten erst morgens ab 8.00 Uhr vor die Tür, um sicher zu gehen, dass sie auch der Bolivienpartnerschaft zu Gute kommen und nicht gestohlen werden. Die Tüten werden verteilt und auch in den Kirchen ausgelegt. Auch im Pfarramt in Brebach können Sie noch weitere Säcke bekommen. Herzlichen Dank für Ihre Spenden!
Die Reihe „Brebacher Konzerte“ hat sich zu einer festen Größe entwickelt. Das Erfolgsrezept: Musik aus unterschiedlichen Epochen mit wechselnden Gruppen und Solisten aus der Umgebung und dem ganzen Saarland, dazu freier Eintritt, ein kleiner Umtrunk am Ende und eine richtig schöne Atmosphäre. Die Terminauswahl – erster Freitag nach Neujahr – hat sich bewährt und wird für das kommende Jahr wieder angepeilt. Dazu werden auch Gäste aus dem Nordsaarland erwartet.
Die bisherigen Konzert waren zugleich ein wertvoller Beitrag für die partnerschaftlichen Projekte der Seelsorgegemeinschaft in Kolumbien. Denn die großzügigen Spenden gehen komplett an das Kulturzentrum „Mama U“ in Quibdo. Durch Musikunterricht wird hier aktive Friedenserziehung für Kinder und Jugendliche ermöglicht, was wir nun mit einer Summe von 1000,-- Euro unterstützen können. Dafür gilt der besondere Dank den Spendern und Mitwirkenden, die allesamt ohne Gage die Konzerte ermöglicht haben.
Matthias Scheller

Im nächsten Jahr wird die Erstkommunion in unseren Kirchen am 30. April in Güdingen und Fechingen und am 7. Mai in Bübingen und Brebach sein. Die Vorbereitung der Kinder wird nach den Herbstferien beginnen.
Alle Eltern der kath. Kinder im 3. Schuljahr aus Brebach, Fechingen, Güdingen und Bübingen sind eingeladen, am Montag, dem 26. September um 20.00 Uhr zum Informationsabend Erstkommunion ins Pfarrheim Brebach zu kommen. Dort erfahren sie, wie die Vorbereitung geplant ist und wann und wie angemeldet werden kann.
Gemeindereferent Helmut Willems

Wie im letzten Beitrag angekündigt, steigen Pastor Matthias Holzapfel und ich unter das Dach unserer Pfarrkirche. Seine Schwester, Frau Evi Schöneberger und meine Tochter Annabel schließen sich uns an.
Von der Empore hinter der Orgel führt uns eine Treppe zunächst noch ganz gemütlich nach oben. Wir befinden uns jetzt im Kirchturm. Hier beginnt der schwierigere Aufstieg. Über zwei ziemlich hohe Leitern klettern wir durch Luken, bis wir auf einem Absatz wieder sicheren Stand haben. Um uns herum sieht es nicht sehr einladend aus: Staub, Spinnweben, zwei verendete Vögel.
Über eine weitere Leiter erreichen wir den ursprünglichen Dachboden der Kirche. Von hier aus geht es noch mal über zwei Leitern runter zu unserem eigentlichen Ziel: den Mosaiken, die 1934 über dem Chorbogen angebracht wurden. Sie stellen die Marienkrönung dar und sind sehr schön. Jesus setzt Maria die Krone auf. Maria trägt in der Hand eine Lilie als Zeichen der Jungfräulichkeit. Rechts und links sieht man anbetende und musizierende Engel. Die Mosaiken sind teilweise vergoldet.
Wir schauen uns weiter um: an einigen Holzträgern des ehemaligen Tonnengewölbes sind Schnitzereien zu erkennen. Als Anfang der 60iger Jahre unsere Kirche renoviert wurde, stellte man Schäden am Deckengebälk fest. Es wurde teilweise erneuert und an diesem neuen Gebälk hängt die Wellen-Holzdecke, die wir heute sehen. So entschwanden die Mosaiken und die Schnitzereien unseren Blicken.
Nebenbei haben wir noch eine ganz praktische Entdeckung gemacht. Von hier oben kann man über kleine Mini-Flaschenzüge jede Deckenlampe unserer Kirche hoch- und runterziehen. Das erleichtert z. B. das Auswechseln der Glühbirnen, die sich ja in beträchtlicher Höhe befinden (wobei ich persönlich den zweimaligen Auf- und Abstieg über je 5 Leitern nicht als Erleichterung empfinde).
Zum guten Schluss noch zweimal hoch und einmal runter, Luken zu, Fenster schließen, Licht aus ... führt uns eine weitere Leiter (!!!) zu den Glocken. Jeder von uns kann nur mal gucken, denn hier in der Spitze des Kirchturmes kann nur eine Person gerade noch stehen. Wir sehen eine große Glocke, darüber zwei kleinere. Die große ist schon mächtig imposant und lässt sich mit der Hand kaum bewegen. Pastor Holzapfel liest uns die Aufschrift vor: Bellum artrox refero - Pacem terrae nuntio - Sanctum petrum invoco - Gegossen vom Bochumer Verein in Bochum 1918
Zurück im Pfarrhaus übersetzt er die Worte:
Der schreckliche Krieg gab mich zurück,
den Frieden auf Erden verkünde ich,
St. Peter heiße ich.
Zum Verständnis: im ersten Weltkrieg wurden die ursprünglichen Bronzeglocken beschlagnahmt, die heutigen Stahlgussglocken erst wieder 1919 geliefert. Die größte Glocke ist dem heiligen Petrus geweiht.
Zuallerletzt zeigt uns Pastor Holzapfel noch eine Besonderheit an der Außenwand der Kirche. Es handelt sich um eine Granatenhülse, die nach dem Wiederaufbau des 1945 von Granaten zerstörten Chorraumes als Mahnmal in die Wand eingelassen wurde. Man sieht sie von der Kirchstraße aus, zwischen Sakristei und Chorraum. Schauen Sie mal! Ich fand das alles sehr interessant und es hat Spaß gemacht. Einen lieben Dank an unseren Pastor, der sich so viel Zeit für uns genommen hat.
Ulrike Tesch
Seit nunmehr 20 Jahren besteht der Strickkreis Hl. Kreuz Güdingen unter der Leitung von Frau Irmgard Lossen. 20 Jahre harte Arbeit, aber auch viel Freude und Hilfe bei persönlichen Nöten liegen hinter den z. Zt. 18 aktiven Frauen. Mit viel Fleiß und Zeitaufwand wurden Handarbeiten gefertigt aus gespendeter und günstig erworbener Wolle, bestimmt zum Verkauf auf Basaren und Festen. Der Erlös – 100 % - wurde zur Linderung von Notsituationen und Mitfinanzierung von Projekten zur Selbsthilfe in Afrika und Kolumbien eingesetzt. Mit 36.500,-- € konnte die Arbeit von Père Robin von den „Weißen Vätern“ in Mali, mit 26.700,-- € die Bemühungen von Altbischof Dr. Emile Aiti im ITURI in der Dem. Rep. Kongo bei der Beseitigung von Folgen der jahrelangen Unruhen und Machtkämpfe und mit 8.000,-- € die Arbeit von Ursula Holzapfel und den Speyrer Missionaren in Kolumbien im Bistum Quibdo unterstützt werden. Ohne den unermüdlichen Fleiß und die Spendenfreudigkeit Vieler könnten diese finanziellen Unterstützungen nicht erwirtschaftet werden. Daneben wurden Textilien gesammelt für Bedürftige vor Ort, die der ökum. Sozialstation Klarenthal übergeben wurden.
Nach 20 Jahren sind immer noch einige Damen aus der Gründerzeit dabei. Um weiterhin so erfolgreich wirken zu können, braucht der Strickkreis neue Kräfte, bereit für den ehrenamtlichen Dienst am Mitmenschen. Jeden Montag von 14.00 – 16.30 Uhr treffen sich die Handarbeiterinnen zur gemütlichen überkonfessionellen Runde im Pfarrheim der kath. Kirche Hl. Kreuz in Güdingen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen. Rückfragen bei Frau Irmgard Lossen, Tel. 0681/873546.
Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, 28. 9., um 19.00 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus.
Nächster Termin: 26. 9., 19.00 Uhr, im Haus der Ärzte, Faktoreistr. 4 in Saarbrücken, 10. OG – großer Sitzungssaal. Weitere Termine: 31. 10. und 28. 11.
Nach den Sommerferien, ab dem 05.09., beginnen die neuen Französischkurse der Kath. Erwachsenenbildung im Bistum Trier, Fachstelle Saarbrücken (KEB). Diese finden in Saarbrücken selbst und in einigen umliegenden Orten bzw. Pfarreien statt. Bei Interesse erhalten Sie Informationen zu den Kursen bei der KEB, Tel. 0681 / 90 68-131.

Alle haben wir uns auf unser Abschlusswochenende am 2./3. Juni gefreut und die Vorfreude hat sich wirklich gelohnt. Zwei Autos voll mit Gepäck, Getränken, Kuchen, zehn Kindern und zwei Chauffeurinnen fuhren in Richtung Mettlach zur Schiffsfahrt mit schönem Nieselregen, was uns aber überhaupt nichts ausmachte.
Für Samstag und Sonntag hatten wir dann die Jugendherberge Weiskirchen für uns alleine, haben erzählt, gesungen, gebetet, gespielt, eine Nachtwanderung gemacht, den Naturpark Rappweiler besucht, sind zu den Merziger Wölfen gegangen, haben fotografiert und jeder von uns hat sich ein Album mit Fotos gestaltet, das aus Bildern unserer gesamten Vorbereitungszeit besteht.
Teamwork war sehr gefragt beim Packen, beim Decken und Abräumen der Tische, beim Küchendienst und beim Bettenbeziehen und –abziehen.
Glücklich, mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen und sehr müde kamen wir dann am Sonntag gegen 18.30 Uhr nochmal in Fechingen an.
Das absolute Mega-Großereignis dieses Jahres, der Weltjugendtag, zu dem der verstorbene Papst Johnnes Paul II. die Weltjugend nach Deutschland und Köln eingeladen hat, liegt nun schon hinter uns. Er bestand aus zwei Teilen, den Tagen der Begegnung in den Gemeinden vom 11. bis zum 15. Aug. und dem Treffen in Köln vom 15. bis 21. Aug. 2005. Zu den Tagen der Begegnung fand sich in unserer Seelsorgegemeinschaft eine große Zahl von jugendlichen Gästen aus Polen, Kolumbien und Korea ein. Dankenswerterweise haben sich viele Familien aus unseren Gemeinden bereit erklärt, den jungen Menschen und ihren Begleitern in diesen Tagen die Gastlichkeit ihres Hauses anzubieten. Das Vorbereitungsteam unter Leitung von Frau Latz hatte ein vielfältiges Programm für diese Tage vorbereitet und die jugendlichen Begleiter haben diese Tage mit unseren Gästen verbracht. Von unserer Seite aus war alles gut geplant und vorbereitet, so dass die Tage gut und ohne größere Probleme durchgeführt werden konnten. Ein paar Schwierigkeiten gab es lediglich mit den Zeiten. So mussten Gasteltern und Verantwortliche sich immer wieder in Geduld üben und auf Busse warten, auf Flugzeuge warten, auf Gepäck warten und auf Gäste warten. Deutsche Pünktlichkeit findet halt nicht in der ganzen Welt Verständnis. Aber die frohe Atmosphäre dieser Tage und das gute Einvernehmen zwischen den Gästen und Gastgebern ließen auch das Warten nicht zu einem Problem werden.
Am Mittwoch, dem 10.8., kamen unsere Gäste an. Nach einem kleinen Begrüßungsempfang auf dem neuen Kirchplatz in Brebach wurden sie auf die Gastfamilien verteilt und haben ihre Quartiere bezogen. Am Donnerstag, dem 11. 8., begannen wir mit einem gemeinsamen Morgengebet in der Brebacher Kirche, anschl. wurde im Pfarrheim der Morgen mit Kennenlern-Spielen und Vorstellungen gestaltet. Nach dem Mittagessen mit saarländischer Kost hatten unsere Gäste eine Stadtführung in Saarbrücken. Den Abend verbrachten Gäste und Gastgeber bei einem gemeinsamen Grillfest in Brebach. Der Freitag dieser Woche war der Tag des sozialen Engagementes. Unsere Gäste nahmen in verschiedenen sozialen Einrichtungen, z. B. Bübinger Werkstätten, Sonnenbergkliniken, am Leben und Arbeiten der Patienten, Bewohner und Mitarbeiter teil, um so das soziale Engagement in unserem Lande kennen zu lernen. Nach einer Auswertungsrunde, Abendgebet und Abendessen stieg eine Disco im evang. Jugendclub Brebach. Am Samstag fuhren unsere Gäste mit ihren Begleitern nach Trier, wo das Bistum einen Tag mit vielerlei verschiedenen Angeboten für sie gestaltete. Den Abend verbrachten sie in ihren Gastfamilien. Am Sonntag fand um 11.00 Uhr in Güdingen der gemeinsame Festgottesdienst statt, zu dem jede Gastgruppe einen liturgischen Teil beisteuerte, so dass wir einen bunten internationalen Gottesdienst erleben konnten. Symbolisch wurden zu Beginn die vier Prozessionskreuze aus den vier Kirchen unserer Seelsorgegemeinschaft in die Kirche getragen, an denen die Nationalfahnen von Korea, Kolumbien, Polen und Deutschland befestigt waren. Jesus geht uns den Weg voran und führt die Völker zusammen auf einen gemeinsamen Weg zum Aufbau des Reiches Gottes. Nach dem Gottesdienst sind trotz schlechten Wetters einige der Gäste und Gastgeber zur Wanderung zu den Spicherer Höhen aufgebrochen, andere fuhren erst um 15.00 Uhr zum gemeinsamen Friedensgebet dorthin. Die, die nicht daran teilnahmen, verbrachten den Tag in ihren Gastfamilien oder gemeinsam im Pfarrheim Brebach. Um 17.00 Uhr trafen sich alle gemeinsam mit den Gästen und Gastgebern aus Kleinblittersdorf und Bliesransbach in der „Simbach Mühle“ zu einem wunderschönen bunten, frohen Abschiedsfest, das allen sehr viel Freude bereitete. Die kolumbianische und koreanische Gruppe hatten dazu auch ein kleines Kulturprogramm vorbereitet, mit dem sie uns Einblicke in Musik und Tanz ihrer Heimat schenkten.
Am Montag, dem Fest Mariä Himmelfahrt, fand in St. Michael in Saarbrücken der gemeinsame Aussendungsgottesdienst des Dekanates statt. Danach starteten die Weltjugendtagsteilnehmer des ganzen Dekanates zu den Tagen nach Köln.
Unsere koreanischen Gäste sind nicht direkt nach Köln gefahren, sondern haben erst nach einem Aufenthalt in der Schweiz am 21. August, dem Abschlusstag des Weltjugendtages, in Köln mitgefeiert. Die Tatsache, dass sie nicht direkt nach Köln gefahren sind, hat in der Zwischenzeit für etwas Aufregung gesorgt (Tagespresse). Diese Entscheidung lag bei unseren koreanischen Gästen bzw. ihren Eltern und wurde von dort erst getroffen, als das Programm für die Tage der Begegnung in unseren Gemeinden bereits fertig war. Uns wäre nur die Möglichkeit geblieben, unsere Einladung zu diesen Tagen ganz zurückzuziehen, was wir nicht wollten. So haben unsere koreanischen Gäste am vollen Programm der Tage der Begegnung, die ja auch ein Teil des Weltjugendtages waren, teil genommen. Das weitere Programm ihrer Reise stand in ihrer Verantwortung. Uns freut es, dass sie wenigstens noch einen Tag nach Köln gefahren sind, eine Tatsache, die wir allerdings auch erst nach Beendigung des Weltjugendtages erfahren haben. Trotz dieser Unstimmigkeiten können wir ein sehr positives Fazit der Weltjugendtage ziehen, sowohl für die Gastgeber als auch für unsere Gäste und alle, die mit der Vorbereitung und Durchführung dieser Tage befasst waren, haben frohe und bereichernde Tage miteinander verlebt, die, so glauben wir, auch eine nachhaltige Wirkung in unseren Gemeinden hinterlassen. Unser herzlicher Dank gilt zuerst allen Gastfamilien, die ihre Häuser und Wohnungen für die Gäste aus der Einen Welt geöffnet haben, er gilt den Männern, Frauen und Jugendlichen, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Tage mitgearbeitet haben und gilt Familie Gossert aus der „Simbach Mühle“, die uns das Abschiedsfest in ihrem Hause ermöglicht haben. Und unser Dank gilt allen in der Gemeinde, die in irgendeiner Weise durch Spenden, Mitfeiern der Gottedienste und das Mittragen im Gebet die Tage begleitet und ermöglicht haben. Noch einmal allen vielen Dank.
Pfr. Matthias Holzapfel

Impressum:
Herausgeber:
Pfarrer Matthias Holzapfel
Adresse:
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St. Katharina, Heilig Kreuz, Maria Hilf und St. Martin
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Tel. 06 81 - 87 21 34
Fax 06 81 - 87 61 475
eMail pfarrbuero@bgb-f.de
Der nächste Pfarrbrief erscheint am 27. November 2005.
Redaktionsschluss ist am 10. November 2005.