der Seelsorge-Gemeinschaft
St. Katharina (Bübingen), Heilig Kreuz (Güdingen) und Maria Hilf und St. Martin (Brebach-Fechingen)
Juli - September 2007
Firmung am 30. Juni 2007
18.00 Uhr Pfarrkirche Maria Hilf Brebach

Tagtäglich erhalten wir neue Informationen und Nachrichten. Viele sind oft nicht weiter der Rede wert, werden mehr oder weniger wahr genommen und abgehakt. Andere sind von größerer Bedeutung und erfordern Reaktionen, andere wiederum verändern manchmal sogar grundsätzlich unsere Lebenssituation. Es gibt gute und schlechte Nachrichten, Nachrichten auf die wir warten und Nachrichten, die wir gerne überhören würden.
Auch für unsere Gemeinden hat es in diesen Tagen und wird es in der letzten Juniwoche Nachrichten von Bedeutung geben.
Unsere Pastoralreferentin, Frau Marion Latz, hat sich entschieden, nach ihrem Erziehungsurlaub eine andere Stelle anzutreten. Da sie nur noch mit einer halben Stelle weiter arbeiten will, hat sich für sie in einer Projektstelle in der Jugendarbeit der Diözese Trier eine neue Perspektive ergeben. Wir danken ihr herzlich für ihre Mitarbeit in unserer Seelsorge-Gemeinschaft und wünschen ihr, ihrer Familie und für ihre zukünftige Arbeit Gottes Segen. Es wird auch in Zukunft zwischen unserer und ihrer Arbeit Berührungspunkte geben, auf die wir uns freuen.
Die Pastoralreferentenstelle in unserer Seelsorge-Gemeinschaft wird wohl auf längere Zeit hin unbesetzt bleiben.
Eine andere Nachricht erwarten wir für den 28. Juni. Dann wird unser Bischof Dr. Reinhard Marx den Strukturplan 2020 für unsere Diözese Trier unterschreiben und veröffentlichen. Dann ist entschieden, ob wir in Zukunft mit Schafbrücke/ Rentrisch/Scheidt eine Seelsorgeeinheit werden oder ob wir so wie bisher weiter bestehen bleiben. Erwarten wir diesen Tag im Gebet und guter Hoffnung.
Eine gute Nachricht haben wir in diesen Tagen aus Kolumbien erhalten. Ursula Holzapfel und Pater Uli Kollwitz wurden am 1. Juni in der Deutschen Botschaft in Bogota mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (näheres unter Kolum-bien).
Hoffen wir für uns alle, dass die Nachrichten, die wir in den kommenden Tagen und Wochen erhalten, gute Nachrichten sind, die uns bereichern und Freude bereiten.
Ihr Pastor
Matthias Holzapfel

Da ich in diesem Jahr im September wieder nach Lourdes fahre, verschiebt sich die Feier des Ewigen Gebetes um eine Woche auf den 23. Sept. 2007. Über die neue Form der Feier werden wir Sie in der Gottesdienstordnung informieren.
Pfr. Matthias Holzapfel

Wenn Mitte August das neue Schuljahr beginnt, werden auch bald die Vorbereitungen für die nächste Erstkommunion beginnen. Die Feierliche Erstkommunion wird voraussichtlich am 6. April 2008 in Güdingen und Fechingen und am 13. April 2008 in Brebach und Bübingen sein.
Wir schreiben bis Mitte September die Familien der Kinder an, die dann im 3. Schuljahr sind und an einer der Grundschulen in Bübingen, Güdingen, Brebach oder Ensheim zur Schule gehen. Falls Sie keine Post bekommen - z. B., weil Ihr Kind in eine andere Schule geht - können Sie sich im kath. Pfarrbüro Brebach melden: Tel. 0681-872134.
Gemeindereferent Helmut Willems
Im März 2007 erreichte uns das Schreiben des Kindermissionswerkes "Die Sternsinger", in dem herzlich für den eingegangenen Betrag in Höhe von 15.095,58 Euro, den unsere Sternsinger in der Seelsorge-Gemeinschaft gesammelt hatten, gedankt wurde. Das Geld wird wunschgemäß dem Projekt "Fundacion da Vida" - Hilfe für die Kinder in Kolumbien zur Verfügung gestellt.

Am 30. Juni 2007 wird Herr Prälat Dr. Herbert Hoffmann in einem Festgottesdienst in der Brebacher Kirche 50 Jugendlichen und einer Erwachsenen aus unserer Seelsorge-Gemeinschaft das Sakrament der Firmung spenden. Eine so große Zahl von Firmlingen hatten wir in meiner Amtszeit bisher noch nicht. So stellte die Vorbereitung auch eine besondere Herausforderung an das Firmteam und mich. Ganz herzlich möchte ich mich beim Firmteam bedanken, das mit großem Engagement diese Herausforderung gemeistert hat, zumal ich selbst während der Vorbereitung nicht derart präsent sein konnte, wie das früher Frau Latz konnte, zu deren Hauptaufgaben die Firmvorbereitung gehörte. Das Firmteam besteht aus Blandine Perrin, Sarah Volpe, Günther Meyer, Marc Denzer und Patrick Zeiler.
Vom 8. - 10. Juni 2007 waren wir mit den Firmlingen im Haus Sonnentental in Wallerfangen zum Vorbereitungs-Wochenende. Dies ist immer der wichtigste Teil der Vorbereitung, an dem wir auch die Jugendlichen am Besten kennen lernen. Danach kann ich auch der Gruppe der Firmlinge ein großes Kompliment machen. Sie haben bei allen Angeboten dieses Wochenendes mit enorm großem Engagement mitgearbeitet, haben viel und kritisch ge- und hinterfragt und ein wirkliches Interesse an Kirche und an unserer Seelsorge-Gemeinschaft gezeigt. Auch ihnen herzlichen Dank. Wir wünschen ihnen einen schönen und lebendigen Firmgottesdienst und rechnen auf sie im Leben unserer Gemeinden.
Pfr. Matthias Holzapfel

Wie schon im Geleitwort geschrieben, wurden Ursula Holzapfel und Pater Uli Kollwitz am 1. Juni 2007 in der Deutschen Botschaft in Bogota mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. In einer kleinen Feier mit ein paar Freunden, die zu dieser Zeit in Bogota waren, wurde ihnen diese Ehrung vom Botschafter überreicht. Wir freuen uns mit ihnen und gratulieren von Herzen, bedeutet diese Ehrung doch auch eine Würdigung ihrer ganzen Arbeit und damit auch eine Stärkung für alle, die sich in der Diözese Quibdo für die Rechte der Menschen, die dort leben, einsetzen.
Nachfolgend die Rede von Botschafter Dr. Michael Glotzbach anlässlich der Ordensverleihung an Pater Ulrich Kollwitz und Ursula Holzapfel, Diözese Quibdo, am Freitag, 1. 6. 2007 in der Botschaft:
Liebe Frau Holzapfel,
lieber Pater Kollwitz,
sehr geehrte Anwesende,
es ist mir eine große Freude, Sie beide zu diesem schönen und würdigen Anlass hier begrüßen zu können. Es gehört zu den angenehmen Pflichten eines Botschafters, die Verdienste deutscher Staatsangehöriger im Ausland mit dem Bundesverdienstkreuz zu würdigen. Dass Sie beide heute hier geehrt werden, ist in Ihrem überdurchschnittlichen und vorbildhaften Engagement für die ärmsten und schwächsten Menschen in diesem Land begründet.
Sie kamen in einer Zeit nach Kolumbien, als das Wort "Entwicklungshelfer" noch nicht von moderneren Begriffen wie Consultant, Fachkraft oder Experte abgelöst worden war. Und ich denke, in Ihren Fällen trifft dieser vermeintlich veraltete Begriff immer noch am besten zu. Sie beide kamen und blieben, um zu helfen und zwar Menschen in einer Region, die Hilfe immer noch dringend nötig hat - im Choco.
Pater Kollwitz, Sie kamen vor mehr als 30 Jahren, Sie Frau Holzapfel, vor mehr als 25 Jahren nach Kolumbien und haben sich bis heute in außerordentlicher Weise für die Menschenrechte und die Opfer des kolumbianischen Konflikts verdient gemacht. Sie haben sich in Ihrer Missionsarbeit in der Diözese und als Mitarbeiterin für die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe über Jahrzehnte hinweg für die bedrohten, vertriebenen und hungernden Menschen eingesetzt.
Ich selbst konnte mir im vergangenen Jahr, als Ihrer Diözese der Nationale Friedenspreis verliehen wurde, ein Bild von Ihrer Arbeit und der Region machen. Der Choco, der im Kreuzfeuer der bewaffneten Auseinandersetzungen aller illegalen Gewaltgruppen und der Drogenmafia steht und gleichzeitig - trotz des großen natürlichen Reichtums - als das "Armenhaus" Kolumbiens gilt, ist selbst für viele Hilfsorganisationen zu gefährlich. Für Sie beide war dies aber kein Grund, diese von vielen vergessene Region zu meiden. Die Diözese Quibdo war und ist eine der wenigen Institutionen in dieser Region, die den Opfern der Gewalt, zumeist Kindern, Frauen, Angehörigen der indigenen und afrokolumbianischen Bevölkerungsruppen in ihrer Not helfen können. Sie haben auch deren Selbstorganisation gefordert, haben sie darin bestärkt, friedlichen Widerstand gegen den Konflikt zu leisten und haben mit Ihrer Arbeit diesen Menschen wieder ein wenig Hoffnung und Würde gegeben. Dabei haben Sie selbst immer unter dem höchsten Risiko gearbeitet, ich übertreibe nicht, wenn ich sage: unter Lebensgefahr. Für Sie beide hat Ihr Beruf tatsächlich die Bedeutung der Berufung, verbunden mit dem christlichen Konzept der Nächstenliebe.
In dieser langen Zeit Ihrer selbstlosen Arbeit haben Sie sich große Anerkennung bei der Bevölkerung erarbeitet und somit auch zu einem positiven Ansehen Deutschlands beigetragen. Es erfüllt mich mit Stolz, dass Ihre Arbeit auch mit Deutschland in Zusammenhang gebracht wird. Deswegen haben Sie auch einen wichtigen Beitrag für die Beziehung zwischen Kolumbien und Deutschland geleistet, der mit
der heutigen Übergabe des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt wird. Ich wünsche Ihnen weiterhin die Kraft und das Engagement, die den Menschen im Choco bereits so viel Hilfe gegeben hat.

Seit Ende April ist am St. Johanner Markt 23 der Kirchenladen unseres Dekanates eröffnet. Als Informations- und Begegnungsstelle steht er allen Menschen der Stadt offen.
Derzeit sind 16 Frauen und Männer für den Dienst im Einsatz. Sie sind dazu ausgebildet worden, den Besucherinnen und Besuchern in offenen Gesprächen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Sie engagieren sich ehrenamtlich mit ca. 4 Stunden pro Woche.
Der Kirchenladen soll ein Ort des Austauschs und Gesprächs werden. Er bietet die Möglichkeit, Gespräche zu führen zu Lebens- und Glaubensfragen sowie zu aktuellen Problemen des politischen, gesellschaftlichen und religiösen Lebens.
Wer beim Einkaufsbummel müde geworden ist, kann sich bei einer Tasse Kaffee ausruhen. Zur Zeit ist der Laden dienstags, mittwochs und donnerstags von 10.00 - 19.00 Uhr geöffnet. Angestrebt wird die Öffnung der normalen Geschäftszeiten. Dazu bedarf es aber noch neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Verantwortlich für das Projekt ist Pastoralreferentin Christiane Schall. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!
Christiane Schall
Im Jubiläumsjahr der heiligen Elisabeth veranstaltet die Pilgerzentrale Schönstatt eine Fahrt auf den Spuren dieser großen Heiligen. Sie hat in ihrer Zeit die Nähe zu den Armen und Ausgestoßenen gesucht. Elisabeth war Landesfürstin und Mutter der Armen. Die 5-tägige Busfahrt vom 25. - 29. Juli 2007 führt über die Stationen Würzburg, Dietershausen, Friedrichroda, Erfurt, Creuzberg, Eisenach. Einer der Höhepunkte ist die Teilnahme am Wallfahrtswochenende unter der Mitwirkung der Schönstattfamilie in Thüringen, des Bistums Erfurt, Vertretern der Politik. Am Samstag, 28. Juli 2007, feiert Weihbischof Dr. Reinhard Hauke den großen Wallfahrtsgottesdienst in Eisenach.
Weitere Informationen und Anmeldung: Schönstatt-Pilgerzentrale, Am Marienberg 1, 56179 Vallendar, Tel. 0261/96264-0, Fax. 0261/9626419, e-mail: kontakt@schoenstatt-info.de
Herr Dr. Hahn vom Stadtteilbüro hat mir neulich in einem Gespräch einen Zeitungsartikel aus der Süddeutschen Zeitung gegeben, um meine Meinung dazu zu hören. Ich finde den Artikel sehr interessant und deshalb geben wir ihn hier gekürzt wieder:
"Die Ausgangsfrage war: Darf man ein Kreuz wegwerfen?
Die Antwort von Dr. Dr. Rainer Erlinger lautete: Zugegeben, auch mir geht der Satz nicht einfach über die Lippen, aber nach längerem Nachdenken und Recherchieren komme ich zu folgendem anderen Schluss. Ja, aus moralischer Sicht darf man ein Kreuz wegwerfen. Das habe ich absichtlich so provokant und hart formuliert, wie Sie Ihre Frage. Was neben der Begründung dieser Ansicht einige Anmerkungen notwendig macht.
Als erstes braucht man einen Ausgangspunkt für die Überlegungen.... Zunächst handelt es sich bei einem Kreuz um einen Gegenstand und Gegenstände darf man wegwerfen - sofern nichts Spezielles dagegen spricht. Darum geht es in diesem Fall - und ich sehe drei Aspekte, die dafür infrage kommen:
Ihre eigene Religiösität, die Religiösität anderer oder ein dem Kreuz inne wohnender über das Materielle hinausgehender Wert. Ihre Frage lässt ein wenig offen, ob Sie noch etwas mit dem Kreuz verbinden. Wenn ja, wäre es Ihren eigenen Empfindungen gegenüber angebracht, es nicht wie etwas Wertloses zu behandeln. Gleich, ob es sich dabei wirklich um eine moralische Erwägung handelt, auf jeden Fall wäre es ein Akt der Klugheit, darauf zu achten, womöglich bereuen Sie Ihre Tat sonst später.
Eine klare Grenze setzen jedoch auf jeden Fall die religiösen Gefühle anderer: sie möglichst nicht zu verletzen, ist ein allgemeines Gebot, das Sie, was Sie auch immer mit einem Kreuz machen, beachten müssen. Die Rücksichtnahme kann Sie nicht zwingen, das Kreuz auf Dauer zu bewahren, aber es würde etwa verbieten, es zum Zwecke der Entsorgung öffentlich klein zu hacken. Da Sie das vermutlich nicht planen, bleibt der dritte entscheidende Punkt: hat ein Kreuz einen eigenen spirituellen Wert, ist es, salopp ausgedrückt, per se heilig? Nach Auskunft beider großen Kirchen entspricht dies nicht der christlichen Sichtweise. Ihr zufolge kann ein Gegenstand immer nur dem Glauben dienen oder als Symbol die Heilsgeschichte dem Menschen nahe bringen, sollte aber nie selbst Objekt der Verehrung oder gar der Anbetung werden....
Von verschiedener Seite habe ich den Vorschlag gehört, das Kreuz bei einer christlichen Einrichtung abzugeben, die vielleicht noch Verwendung dafür hat. Das halte ich für einen, wenn auch aus obigen Gründen nicht zwingend gebotenen, so doch praktikablen und sinnvollen Weg, zumal er dann auch Ihren Gefühlen in dieser Angelegenheit am ehesten entspräche."
Soweit der Artikel aus der Süddeutschen. Wenn Sie vor einer solchen Frage stehen, egal, ob es sich um ein Kreuz oder ein anderen religiöser Gegenstand handelt, können Sie ihn gerne in unseren Pfarrhäusern abgeben.
Pfr. Matthias Holzapfel
Vom 2. Juni bis zum 3. November 2007 ist die Ausstellung in drei Trierer Museen zu sehen. Die Ausstellung ist ein Beitrag zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007: "Luxembourg und die Großregion". Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Landes Rheinland-Pfalz, des Bistums Trier und der Stadt Trier. An drei Standorten, im Rheinischen Landesmuseum, im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum und im Stadtmuseum Simeonstift, werden auf einer Ausstellungsfläche von 3000 qm etwa 1500 Objekte an Kaiser Konstantin den Großen (um 275 bis 337) erinnern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.konstantin-ausstellung.de

Am Dienstag, dem 27. 3. 07, hatte unsere Frauengemeinschaft die Möglichkeit, die Jüdische Synagoge in Saarbrücken zu besuchen.
Der Kantor erklärte uns ausführlich die jüdischen Gesetze, den Ablauf der Gottesdienste und die Wirkung des Glaubens bis in den jüdischen Alltag hinein.
Im Saarland gibt es seit 1989 wieder diese einzige Synagoge in Saarbrücken, die Mitgliederzahl liegt bei etwa 1200 bis 1300.
Die Juden erkennen nur Gott selbst an und Moses als seinen Überbringer. Die Thora beinhaltet die Fünf Bücher Moses, also das Alte Testament und ist stets ein handschriftliches, kalligraphisches Kunstwerk auf Pergament, weswegen man auch Thorarolle sagt. Das Schreiben einer solchen Rolle kann gut ein Jahr oder länger dauern. Die Saarbrücker Synagoge hat vier Thorarollen im Thoraschrank, in Geldwert umgerechnet kann eine einzige Rolle bis zu 50.000 Euro Wert sein, je nachdem, welches Ansehen und Gehalt der Rabbiner zugrunde legt, der sie geschrieben hat. Die Thora ist ein Schatz, das Wichtigste in der Synagoge.
In der Synagoge haben die Männer das Sagen, daher halten diese sich sitzend, also im Gebetsraumunten auf, ebenso am Altar. Am Gottesdienst teilnehmende jüdische Frauen sitzen in der Synagoge oben auf der Empore. Die wichtige Rolle der Frau im Judentum ist nach Angaben des Kantors im Wesentlichen die Weitergabe des Judentums durch Gebären jüdischer Nachkommen, die Erziehung derselben und die Bewältigung des Haushaltes. Damit sind die Frauen hinreichend ausgelastet. Männer verdienen den Lebensunterhalt und sind in der Synagoge für den Gottesdienst zuständig. Höchstens in den USA seien ihm frauenähnliche Wesen in Rabbinerpositionen geläufig, nicht jedoch in Europa, erklärte der Kantor.
Wie wird man Jude?
Der Kantor erläuterte uns dies anhand einiger anschaulicher Beispiele.
Jüdisch wird man grundsätzlich durch die Geburt, jedoch nicht in jedem Fall, denn nur eine jüdische Frau kann jüdische Nachkommen haben. Wenn also die eindeutig nichtjüdische Paris Hilton mit einem jüdischen Herrn ein Kind habe, sei dieses Kind kein Jude. Wenn hingegen Papst Benedikt als Nichtjude ein Kind mit der eindeutig jüdischen Barbra Streisand hätte, sei dieses Kind auf jeden Fall jüdischer Konfession, weil Streisand als Frau die Religion weitergeben könne.
Ob der Kantor mit seinem Papst-Beispiel gegenüber dem Katholizismus die Grenzen des Respektes überschreitet, sei dahin gestellt.
Das Judentum benötigt nach Angaben des Kantors kein Missionieren, es werbe für sich selbst. Wenn jedoch ein Nichtjude, wie etwa die Kanzlerin Merkel, Jüdin werden wolle, könne diese ihren Wunsch, zum Judentum zu konvertieren, gerne vortragen. Merkel müsse jedoch mit einigen Absagen rechen. Wenn sie glaubhaft habe machen können, es wirklich ernst zu meinen, müsse sie in ein bis zwei Jahren die 612 Gesetze der Thora lernen, werde schließlich ins Judentum aufgenommen, werde aber dann immer Jüdin bleiben. Ein zurück gebe es nach jüdischer Auffassung nicht.
Der Sabbat (Samstag) ist der jüdische Feiertag, der Ruhetag von Freitagabend bis Samstagabend. In dieser Zeit der Woche darf nicht gearbeitet und nichts getan werden, was in irgendeiner Weise mit Feuer oder Funken zu tun hat. Das bedeutet, dass man kein Licht einschalten darf. Man kann es jedoch beizeiten anschalten und dann durchgängig am Sabbat brennen lassen. Auch das Auto-, Bus- und Bahnfahren ist in diesen 24 Stunden nicht erlaubt, höchstens im Krankheits- oder Notfall. Dies ist der Grund, warum Juden in der Regel in der Nähe der Synagoge leben: sie können sie stets zu Fuß erreichen.
Wir hatten interessante Einblicke in das Judentum, dank eines ambitionierten Kantors, der viel Wert auf Dialog legte und jede Frage aus dem Publikum gerne beantwortet hat.
Trude Götten-Ludt

Bübingen:
Harald WissGüdingen:
Wolfgang StillemunkesFechingen:
Adelheid Osswald
Impressum:
Herausgeber:
Pfarrer Matthias Holzapfel
Adresse:
Seelsorge-Gemeinschaft der Kath. Pfarreien
St. Katharina, Heilig Kreuz, Maria Hilf und St. Martin
Saarbrücker Straße 72a
66130 Saarbrücken
Tel. 06 81 - 87 21 34
Fax 06 81 - 87 61 475
eMail pfarrbuero@bgb-f.de
Der nächste Pfarrbrief erscheint am 23. September 2007.
Redaktionsschluss ist am 6. September 2007.