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der Seelsorge-Gemeinschaft
St. Katharina (Bübingen), Heilig Kreuz (Güdingen) und Maria Hilf und St. Martin (Brebach-Fechingen)
Nr. 03-2011
eine liturgische Tag- und Nachtfeier
am 17. und 18. September
in der Seelsorge-Gemeinschaft
Der Begriff „Jakobswege“ ist eigentlich reserviert für die alten Wegverläufe in Frankreich und Spanien mit dem Ziel Santiago. Dennoch gibt es auch in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, also auch im Bistum Trier, Anschlusswege, die für Santiago-Pilger ausgezeichnet sind.
Verantwortlich für diese ist die St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland. Die Gesellschaft zeigt, dass bedeutende Achsen des geschichtlichen Jakobsweges, die beiden großen Nord-Süd-Achsen, zum einen von Köln entlang des Rheins bis ins Elsass und weiter nach Burgund und zum anderen von Köln über die Eifel, Prüm nach Trier und von dort nach Metz in Lothringen sowie die große Ost-West Achse von Nürnberg über Speyer durch die Pfalz, das südliche Saarland und Lothringen bis nach Metz durch die beiden Bundesländer führen.
Ergänzt werden diese Pilgerwege durch die Strecke von Andernach am Rhein über Mayen bis Monreal und von dort weiter bis Trier.
In Trier treffen sich also zwei große Zuwege zu den Pilgerstrecken nach Santiago. Nicht nur nach Rom führen also viele Wege.
Quelle: Internetseite der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland

Es gibt Geburtstage, die rauschen einfach so an einem vorbei. Man nimmt sie kaum wahr und darauf angesprochen sagt man „Jetzt bin ich halt wieder ein Jahr älter.“ Und es gibt Geburtstage, die sind schon etwas Besonderes. Und deshalb macht man auch etwas Besonderes an diesen Geburtstagen. In der Regel sind es die sogenannten runden Geburtstage, die etwas Besonderes sind und an denen man auch etwas Besonderes macht. Und einen solchen runden Geburtstag begehen wir in diesem Jahr.
Am 11. September feiern wir das alljährliche Kreuzfest in Güdingen. In diesem Jahr begehen wir an diesem Tag den 60. Geburtstag der Güdinger Kirche und Gemeinde. Aus Anlass dieses runden Geburtstages feiern wir das Kreuzfest auch größer und aufwändiger als sonst. Wir beginnen mit einem zentralen Gottesdienst der Seelsorge-Gemeinschaft um 10.00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche. Dieser Gottesdienst wird musikalisch mitgestaltet vom Kirchenchor Wemmetsweiler und einem Kammerorchester, das sich für diesen Gottesdienst zusammengefunden hat. Zur Aufführung kommt die „Spatzenmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart für Soli, Chor und Orchester. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, zu diesem Tag eine solch besondere Gottesdienstgestaltung möglich zu machen.
Nach dem Gottesdienst laden wir herzlich ein zu Frühschoppen, Mittagessen und Kaffee und Kuchen auf unserem Kindergarten- und Pfarrheimgelände. Ein buntes Programm mit vielerlei Angeboten für alle Generationen wird diesen Tag bereichern. In der Kirche selbst wird eine Ausstellung mit Bildern von Frau Limburg, einer Künstlerin aus Güdingen, zu sehen sein.
Wir laden Sie alle herzlich zu diesem Geburtstagsfest ein und wünschen uns Allen einen frohen und ausgelassenen Festtag.
Doppelt so alt wie die Güdinger Kirche wird in diesem Jahr die Brebacher Kirche Maria-Hilf und St. Martin. 120 Jahre hat sie bereits aus dem Buckel.
Die Sanierungsarbeiten am Äußeren der Kirche gehen langsam dem Ende entgegen. Wenn sie abgeschlossen sind, wollen wir mit einem kleinen Fest diesen Geburtstag feiern. Genaueres dazu werden wir Ihnen mitteilen, wenn wir genau wissen, wann die Renovierung abgeschlossen ist (manche Unwägbarkeiten stehen da noch im Raum).
Und noch ein weiterer runder Geburtstag wirft seine Schatten voraus. Im nächsten Jahr begehen wir den 500. Geburtstag der Heilig-Rock-Wallfahrten. Dazu hat der Bischof zu einem Vorbereitungsjahr eingeladen, in dem im Hinblick auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 schon besondere Akzente gesetzt werden sollen.
Dies wollen wir mit einer besonderen Gestaltung des Festes des Ewigen Gebetes am 17. und 18. September 2011 in unserer Gemeinde umsetzen. Wie vor einigen Jahren wollen wir dieses Fest als eine 24-stündige Pilgerfahrt innerhalb unserer Gemeinde begehen. Den genauen Ablauf werden wir in der Gottesdienstordnung und im Internet www.bgb-f.de veröffentlichen.
Auch hierzu Ihnen allen eine herzliche Einladung. Herzliche Grüße Ihr Pastor

In der letzten Zeit ist immer wieder die Rede vom Strukturwandel innerhalb des Bistums Trier. Von Zusammenlegung der Pfarreien, von Schlüsselzuweisungen und vor allen Dingen viel vom Sparen. Zum 1. September 2011 soll nun dieser Strukturwandel umgesetzt werden. Was bedeutet das jetzt für uns in Bübingen, Güdingen und Brebach-Fechingen?
Zunächst einmal können wir sagen, dass sich für uns relativ wenig verändert. Ursprünglich war geplant, unsere Seelsorge-Gemeinschaft mit der Seelsorge-Einheit Schafbrücke-Rentrisch-Scheidt zu verschmelzen. Nach hartem Ringen konnten wir aber die entsprechenden Stellen im Dekanat Saarbrücken und in Trier davon überzeugen, dass diese Zusammenlegung keinen Sinn macht und so wurde entschieden, dass die Seelsorge-Gemeinschaft in ihrem bisherigen Umfang bestehen bleibt. Als Folge dessen wurden aber die Stellen des Kooperators (Dr. Hildesheim), des ständigen Diakons (Herr Petry) und der Pastoralreferentin (Frau Latz) gestrichen. Aber an diese Veränderungen haben wir uns ja in der Zwischenzeit gewöhnt.
Weitere Veränderungen, die nun kommen, sind größtenteils verwaltungstechnischer Natur und praktisch kaum zu spüren. Um sie darzulegen, vorweg noch eine Erklärung über den grundsätzlichen Aufbau der kirchlichen Struktur:
Wenn wir von unseren Pfarreien sprechen, so bedeutet dies immer eine Doppelstruktur: Jede Pfarrei besteht zum Einen aus der Pfarrgemeinde und zum Anderen aus der Kirchengemeinde. Die Pfarrgemeinde ist der pastorale Raum, innerhalb dessen die Gottesdienstfeier und die Seelsorge stattfindet. Sie ist ein rein innerkirchlicher Begriff. Die Kirchengemeinde ist ein staatlicher Begriff und bezieht sich auf alle Rechtsgeschäfte einer Pfarrei. Hier geht es um die Finanzen, um die Angestellten, um die Gebäudeverwaltung und die juristische Vertretung innerhalb der Gesellschaft. Beides wird vom Pfarrer geleitet. Für die Pfarrgemeinde steht ihm der Pfarrgemeinderat zur Seite, für die Kirchengemeinde der Verwaltungsrat.
Die Seelsorge-Gemeinschaft Bübingen, Güdingen, Brebach-Fechingen war bis jetzt ein loser Zusammenschluss der drei Pfarrgemeinden, die mehr oder weniger freiwillig zusammenarbeiten, weil sie den selben Pastor haben. Zum 1. September werden sie nun, durch ein bischöfliches Dekret, in die „Pfarreiengemeinschaft Saarbrücken-Brebach-Fechingen“ zusammengeschlossen, das heißt, in Zukunft sind sie zur Zusammenarbeit verpflichtet. Das zugehörige Gremium ist der Pfarreienrat, der sich aus den Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte zusammensetzt. Diese Veränderung hat für uns praktisch keine Auswirkungen, da wir schon seit 10 Jahren in dieser jetzt geforderten Art und Weise zusammenarbeiten.
Die Kirchengemeinden Bübingen, Güdingen und Brebach-Fechingen werden zum 1. September per bischöflichem Dekret zum Kirchengemeindeverband Saarbrücken-Brebach-Fechingen zusammengeschlossen, der nun alle finanziellen, personalrechtlichen, juristischen und öffentlichen Aufgaben der einzelnen Kirchengemeinden übernimmt. Dazu werden zum 1.1.2012 die Angestellten der einzelnen Pfarreien durch einen Übernahmevertrag Angestellte des Kirchengemeindeverbandes (mit Ausnahme der Kindergartenmitarbeiter/innen). Der Pfarrer und der Gemeindereferent sind nach wie vor nicht Angestellte der Gemeinden, sondern der Diözese Trier.
Die Finanzmittel, die bisher den einzelnen Kirchengemeinden aus Kirchensteuermitteln vom Bistum zur Verfügung gestellt wurden, werden ab 2012 als sogenannte Schlüsselzuweisungen an den Kirchengemeindeverband ausgezahlt und müssen von dort aus aufgeteilt werden auf die Aufgaben des Kirchengemeindeverbandes (Lohnzahlungen, Unterhalt des Dienstsitzes des Pfarrers und der Verwaltung des Kirchengemeindeverbandes) und für die Aufgaben der einzelnen Kirchengemeinden (Unterhalt der Kirchen, der Pfarrheime und der Kindergärten). Diese Aufgabe übernimmt die Kirchengemeindeverbandsvertretung, ein Gremium, das sich aus Vertretern der einzelnen Verwaltungsräte zusammensetzt. Diese Veränderungen werden vor allen Dingen die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der einzelnen Kirchengemeinden sowie die ehrenamtlichen Mitglieder der Verwaltungsräte spüren.
Eine Veränderung, die wir in diesem Zusammenhang alle spüren werden, ist dem Umstand geschuldet, dass mit den Schlüsselzuweisungen auch das Sparprogramm des Bistums einhergeht, das heißt, dass wir in den kommenden Jahren immer weniger Geld von Trier bekommen werden. Um unsere Aufgaben auch zukünftig finanzieren zu können, müssen wir folglich unsere Einnahmen steigern, die sich größtenteils aus Spenden und den Kollekten zusammensetzen. Und wir müssen auch lernen zu sparen. So kann es durchaus sein, dass wir bald gezwungen sein werden, weitere Gebäude aufzugeben oder einzelne Angebote zurückzufahren.
Trotz dieser schwierigen finanziellen Ausgangslage bin ich aber gewiss, dass wir in unserer Seelsorge-Gemeinschaft – und diesen Begriff möchte ich auch zukünftig für unsere Gemeinden verwenden, egal ob Pfarreiengemeinschaft oder Kirchengemeindeverband – den Weg in die Zukunft auf eine gute Art und Weise miteinander gestalten werden und das gute Verhältnis, das schon lange zwischen den einzelnen Gemeinden herrscht, auch weiterhin unser besonderes Merkmal sein wird. Immer wieder erfahre ich oder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Sitzungen und Tagungen, auf denen wir Kolleginnen und Kollegen aus anderen Gemeinden begegnen, eine große Verwunderung darüber, wie solidarisch, verständnisvoll und problemlos das Zusammenarbeiten unserer Gemeinden, im Vergleich zu den meisten anderen in unserer Diözese, verläuft. Darauf können wir stolz sein.
Pfr. Matthias Holzapfel
Ab Dienstag, dem 04. Oktober 2011, wird die Kunst-Palette-Bübingen ihre Mal- und Zeichenkurse im Kleinen Pfarrsaal der katholischen Pfarrgemeinde St. Katharina anbieten.
Für Erwachsene finden am Dienstag und am Donnerstag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Kurse in Zeichnen, Aquarell- und Acrylmalerei statt.
Mittwochs in der Zeit von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr können Menschen mit Behinderung unter pädagogischer Anleitung mit Aquarell- und Acrylfarben malen.
Alle Kursstunden werden über das ganze Jahr angeboten und pro Quartal mit 50,00 € abgerechnet. Eine Anmeldung ist zu jedem Monat möglich. Informationen und Anmeldung:
Ulrike Kleineher, Telefon: 06 805 - 82 47
Hilary Spross, Telefon: 06 805 - 88 05
Das Team der Kunst-Palette-Bübingen
Ziel dieser Vortragsreihe ist es, über medizinische Themen zu informieren und neue Erkenntnisse zu vermitteln. Wir möchten damit einen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge leisten.
Zu den einzelnen Vorträgen stehen qualifizierte Referenten/innen zur Verfügung. Der erste Vortrag fand im September 2010 zum Thema Diabetes statt. Weitere Vorträge folgten im März und Juni 2011 zu den Themen Herzrhythmusstörungen und gesunde Ernährung. Wir haben uns entschieden, die Veranstaltungsorte innerhalb unseres Einzugsgebietes zu wechseln. So sind wir in allen Gemeinden auch einmal vertreten, freuen uns aber auch über einen regen Besuch anderer Gemeinden. Die jeweiligen Termine werden rechtzeitig durch Presse, Plakate und Gemeindebriefe bzw. Pfarrbriefe veröffentlicht.
Unseren nächsten Termin können wir Ihnen jetzt schon mitteilen. Er findet am 29.09.2011 um 17.00 Uhr zum Thema: „Patientenverfügung“ im evang. Gemeindehaus in Bischmisheim, Kirchstr. 1a, statt. Für Fragen stehen wir Ihnen gerne im Anschluss an die Veranstaltung zur Verfügung.
Die Veranstaltung ist kostenlos.
Ökumenische Sozialstation Halberg / Obere Saar
Wer einen lieben und nahen Menschen verloren hat, der spürt in seinem Leben plötzlich Trauer und Schmerz, Sinnlosigkeit und Leere und oft fällt es schwer, im Gewohnten wieder „Tritt“ zu finden.
Viele Trauernde suchen dann in ihrer Umgebung nach Mitmenschen, die ihnen helfen, diese schwierige Zeit durchzustehen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger im Dekanat Saarbrücken laden deshalb in das „Lebenscafe“ ein, das Trauernden helfen kann, mit ihrem schmerzlichen Verlust umzugehen.
Beim gemeinsamen Essen wird trauernden Menschen Raum und Zeit gegeben zum Gespräch und Beisammensein mit gleichfalls Betroffenen und ausgebildeten Begleitern.
Das Lebenscafe ist geöffnet:
08.09- 09.30 – 11.30 Uhrjeweils im Pfarrheim St. Paulus, Lebacher Str., Saarbrücken-Malstatt. Erreichbar ist das Pfarrheim St. Paulus: mit der Saarbahn:
Haltestelle Pariser Platz/St. Paulus; mit den Buslinien: 129 und 134. Parkplätze: an der Pauluskirche (Lebacher Str. und Rheinstr.) Kosten entstehen für die Teilnehmenden keine.
Information: Jennifer Jost, Gemeindereferentin St. Eligius, Tel. 06 81 - 76 203
Marita Rings-Kleer, Gemeindereferentin St. Josef, Tel. 06 81 - 94 71 90 13
Dekanat Saarbrücken, Tel. 06 81 - 90 68-211
Die Malschule Güdingen hat ein großes Kunstwerk als Werbebanner für das Pfarrfest in Güdingen am 11. September gestaltet. Es weist am Parkplatz vor der Kirche auf das Ereignis hin:

Die Eltern der kath. Kinder im 3. Schuljahr sind zum Informationsabend über die Erstkommunionvorbereitung am Mittwoch, dem 7. September, um 20.00 Uhr ins kath. Pfarrheim Brebach eingeladen. Die Einladungen werden über die Kinder in den Schulen verteilt; wer auf diesem Weg keine Einladung bekommt, ist trotzdem herzlich eingeladen.

Pfarrei war ursprünglich der Name für den Wirkungsbereich eines Bischofs, später der einer Teilgemeinde innerhalb einer Diözese. Pfarreien waren dabei die kleinsten Seelsorgeeinheiten. Sie waren ursprünglich von den Bischofssitzen aus eingerichtet worden oder entstanden um Eigenkirchen adeliger Grundherren. Die Bildung von Pfarreien setzte sich durch das ganze Mittelalter hindurch fort, bedingt durch das Anwachsen der Bevölkerung, die Gewinnung von Neusiedelland und durch die Neuanlage von Städten und Dörfern besonders im 12. und 13. Jahrhundert. Kennzeichen der Pfarreien waren Taufstein, Friedhof und Zehntrecht. In den Städten entstanden meist mehrere Pfarreien mit eigener Pfarrkirche. Häufig blieben aber neugebaute Stadtkirchen einer Urpfarrei unterstellt; so hatte etwa die Stadt Nürnberg bis 1380 keine eigene Pfarrei, ihre Kirchen waren der alten Pfarrei des Dorfes Poppenreuth unterstellt.
Die Angehörigen einer Pfarrei waren in dieser fest und ausschließlich verwurzelt, waren der geistigen und sittlichen Aufsicht ihres Pfarrherrn unterworfen. Hier empfingen sie die Taufe und wurden dadurch in die Christengemeinschaft aufgenommen, hier besuchten sie die Gottesdienste und nahmen an Gebet und Lehre teil, hier beichteten sie, empfingen die heilige Kommunion, wurden sie verheiratet und empfingen sie die Sterbesakramente. Auch nach dem Tod verließen die Pfarrkinder ihr Kirchspiel nicht, denn nur innerhalb seiner Grenzen durften sie beerdigt werden.
Der Unterhalt einer Pfarrei wurde aus dem landwirtschaftlichen Zehnt, aus den Erträgen der Pfarräcker und aus frommen Stiftungen und Gaben bestritten. Die Pfarräcker bestellte der Pfarrer selbst oder ließ sie von Pächtern bearbeiten. Bestimmte Teile des Pfründenguts waren der Nutzung des Geistlichen entzogen und als Fabrik- oder Lichtergut zur Instandhaltung des Kirchenbaus und für laufende Aufwendungen etwa für die Beleuchtung bestimmt. Die Gemeinden übernahmen seit dem 12. Jahrhundert treuhänderisch die Verwaltung der Kirchengüter und setzten zu diesem Zweck die so genannten Kirchenpfleger, auch Kirchenmeister, Kirchenvorsteher, Kirchenvater, Jurat etc. ein. Die Kirchenpflegschaft war keine Institution des Kirchenrechts, sondern widersprach diesem streng genommen, da Laien eigentlich keine aktive Teilhabe an der Kirchenregierung haben durften. Im nachtridentinischen Kirchenrecht wurde dies insofern geändert, dass Laien sich zwar nicht in kirchliche Angelegenheiten einmischen dürfen, aber doch an der administratio oeconomica beteiligt sein können.
Quelle: Peter C. A. Schels, Kleine Enzyklopädie des dt. Mittelalters
Seit über 30 Jahren bestehen als eine Frucht des 2. Vatikanischen Konzils in unseren drei Gemeinden die sog. Pfarrgemeinderäte. Sie sind die gewählte Vertretung aller Pfarrgemeindemitglieder. Ihre Funktion lässt sich vielleicht in drei Aspekte zusammenfassen:
1. Ermittlung, wie es gelingen kann, das Gemeindeleben so zu gestalten, dass die Gemeinde und ihre Lebensvollzüge auch für Außenstehende wieder attraktiv werden .
2. Suche nach guten Möglichkeiten, die Botschaft Jesu in unserem Leben und in der Öffentlichkeit zu verankern.
3. Verdeutlichung, dass Kirche in ihrem Wesen nicht aus dem „Apparat“ von Papst, Bischöfen und Pfarrern besteht, sondern aus der großen Gemeinschaft aller Getauften mit Christus.
Dazu bietet der Pfarrgemeinderat in jeder Gemeinde eine Menge konkreter Möglichkeiten, eigene Ideen und eigenes Engagement einzubringen und zu zeigen, dass die Kirche auf der Höhe der Zeit ist.
Damit all dies keine frommen Wunschvorstellungen bleiben, brauchen wir Ihre Unterstützung:, sei es, dass Sie selbst Interesse an dieser Mitwirkung haben und uns dies über das Pfarrbüro oder direkt dem Wahlausschuss ihrer Pfarrgemeinde mitteilen, sei es, dass Sie uns Personen schriftlich nennen, die Ihrer Meinung nach zu dieser Mitarbeit geeignet sind.
Das Verfahren dazu ist denkbar einfach: am Ausgang der Kirchen liegen Faltblätter „Im Zeichen der Zeit“ aus mit zusätzlichen Informationen und einem Formular „Wen kennen Sie, der.......“ Dort tragen Sie gegebenenfalls Ihren eigenen Namen ein (wenn Sie selbst kandidieren möchten) oder aber Sie notieren den Namen dessen, der Ihnen als Kandidat geeignet erscheint. Dann werfen Sie diese Seite bis zum 20. September in die bereitstehende Box „Kandidatenvorschläge“ ein. Der Kandidat muss katholisch getauft, mindestens 16 Jahre alt sein und in der Gemeinde wohnen oder dort eine Funktion ausüben.
Wir vom Wahlausschuss werden die von Ihnen benannten Personen dann befragen, ob sie zu einer Kandidatur bereit sind.
Für Ihre Mitarbeit danken Ihnen herzlich:
Wahlausschuss Maria Hilf und St. Martin, Brebach-Fechingen
R. Schöneberger
N. Triem
M. Thome
Wahlausschuss Heilig-Kreuz, Güdingen
Alfred Stuppi
Christel Jungfleisch
Petra Benn
Wahlausschuss St. Katharina, Bübingen
Gerd Fehrenbach
Ursula Paliot
Daniela Brück
Hans Lambert
Monika Lutz
Kontakt zum Wahlausschuss können Sie über das Pfarrbüro aufnehmen


Pilgern zählt zu den ältesten und gleichzeitig aktuellsten Formen der Mobilität. Eine Ausstellung im Kontext des Jahres der geistlichen Vorbereitung auf die Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 in Saarbrücken und Trier greift das Phänomen Pilgern auf und zeigt es als etwas, was allen großen Religionen gemeinsam ist.
Pilgern oder Wallfahren findet sich in fast allen Religionen und Kulturen wieder, mit einer Vielzahl verschiedener Rituale, Bräuche und Anlässe. Die Motive sind vielfältige. In manchen Religionen gibt es die zur Pilgerfahrt, manchem geht es um Heilserwartung und wieder anderen ist es ein Selbstfindungsprozess. Aber alle machen sich auf den Weg, um spirituelle oder für sie heilige Orte zu besuchen: Gräber oder Wirkungsstätten von Heiligen und Propheten, „heilige“ Berge und Flüsse.
Die Ausstellung zeigt die Parallelen des Pilgerns in fünf Religionen, mit einem Schwerpunkt auf der Entwicklung des Wallfahrens im Christentum, aber auch mit den großen Pilgerereignissen im Judentum, im Islam, im Hinduismus und im Buddhismus. Sie beschäftigt sich mit bekannten Pilgerorten und –wegen, typischen Reiseabläufen und Reiseerlebnissen. Die Ausstellung zeichnet nicht nur die religiösen Motive nach, sie beleuchtet auch die verkehrlichen und logistischen Infrastrukturen, die für große Pilgerfahrten notwendig waren und sind.
Die Schau wurde vom Verkehrszentrum des Deutschen Museums und der Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge entwickelt und war zuvor an verschiedenen Orten in der Bundesrepublik zu sehen.
Im Bistum Trier wird die Ausstellung zu sehen sein vom 7. September bis zum 16. November 2011 in der Schlosskirche in Saarbrücken und vom 1. April bis zum 3. Juni 2012 in den Viehmarktthermen in Trier.
Quelle: Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München
Der Pilger im Mittelalter war dann ein Pilger, wenn er den Entschluss zu dieser Reise gefasst hatte - kurz- oder langfristig. So war es Pflicht, vor einer Pilgerfahrt bei der Familie und dem Pfarrer um Erlaubnis dafür zu bitten, sodann ein Testament zu schreiben, die gesamten Verantwortlichkeiten zu übertragen und sich mit allen zu versöhnen, mit denen Zwietracht geherrscht hatte. Der Bruch mit dem bisherigen Leben sollte so konsequent wie möglich vollzogen werden.
Denn Gefahren lauerten überall. Die meisten Menschen kamen im Mittelalter zeitlebens kaum über Strecken von 25 oder 30 Kilometer von ihrem Wohnort hinaus. Niemand reiste, der nicht reisen musste. Die Straßen waren einsam und menschenleer. Informationen zu Weg und Ziel waren nur schwer zu erlangen. Der meiste Verkehr ging zu Fuß oder zu Pferde vor sich. Pferdewagen waren zu dieser Zeit noch ungefedert und so waren längere Fahrten kein Vergnügen. Die Straßen in den Dörfern und Städten waren meist so schmutzig und kotig, dass man in der feuchten Jahreszeit bis zur Wade im Mist waten musste. Und wenn nicht Matsch das Gehen lähmte, so wurden Steine bei dünnem Schuhwerk oder Barfußlaufen zur Qual. In jedem Ort konnte eine Seuche ausgebrochen sein. Einmal angesteckt trugen Pilger dann die Krankheit von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt weiter, bis sie vielleicht irgendwo selbst erkrankten und starben. Dies alles erklärt den Brauch, die Tasche und den Stab des Pilgers vor dem Aufbruch in einer eigens dafür formulierten Messe zu segnen. Dieses Ritual war gleichbedeutend mit einer Totenmesse. Niemand wusste, ob der Pilger je wieder zurückkehren würde.
Quelle: Ökumenischer Pilgerweg e.V.

Am 10. Juli war es soweit: Die Koffer waren ein- und das Reisefieber ausgepackt. Vom Pfarrhaus Brebach aus ging es los. Zuerst zum Flughafen Frankfurt und dann 10.000 km über den Atlantik nach Bogotá, Kolumbien. Verabschiedet wurden wir, Pfr. Matthias Holzapfel, Annegret Lonsdorfer, Monika Kratz und ich, von Monikas Sohn und Felipe, einem Kolumbianer, der in Saarbrücken studiert und im Pfarrhaus wohnt.
Von einem Kolumbianer in Deutschland verabschiedet und von einem Deutschen in Kolumbien willkommen geheißen. Josef „José“ Hönig holt uns vom Flughafen ab und fährt mit uns durch das hektische Bogotá zum Kolpinghaus. Dort sind wir die ersten Tage unserer Reise untergebracht. Am ersten Abend erwarteten uns dort die Eltern und die Schwester von Felipe. Kommunikationsschwierigkeiten gibt es kaum. Es geht zu wie beim Turmbau zu Babel: in einem bunten Mix aus Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Händen und Füßen klappt die Verständigung wunderbar. Es ist ein herzlicher Empfang, der uns so weit weg von zu Hause bereitet wird.
Bogotá ist eine riesige Stadt, mit über 8 Millionen Einwohnern, die auf 2600 m liegt. Vom Berg Monserrate aus, der die Stadt um weitere dreihundert Meter überragt, kann man die Größe erahnen. Aber selbst von dieser Position aus lässt sich die Stadt nicht komplett erfassen, weil sie schlichtweg zu groß ist. Die Höhe macht sich übrigens nur dadurch bemerkbar, dass man schlechter Luft bekommt, ansonsten würde man nie auf die Idee kommen, so weit oben zu sein, denn alles ist grün. Auf 2700 m wachsen Bäume, Gräser und Blumen in allen Farben.
Doch neben den schönen Seiten Bogotas erleben wir auch die weniger schönen Seiten. Zusammen mit José, der für die Stiftung „Fundación de Vida“ arbeitet, besuchen wir zwei Projekte der Stiftung. Eines der Projekte liegt eine Autostunde vom Stadtzentrum entfernt, am Rand der Stadt. Hier bekommen Frauen von der Stiftung Minikredite. Diese müssen sie sich aber teilen, sie bekommen sie nur als Gruppe, nicht als Einzelperson. Außerdem hat die Fundación hier eine Kindertagesstätte, in der Kinder aus dem Viertel betreut werden. Dort treffen wir zwei Sozialarbeiter der Fundación und einige der Kinder sowie ein paar der Frauen, die von der Hilfe der Fundación profitieren.
Das Viertel als „einfach“ zu beschreiben wäre nicht zutreffend. Die Häuser sehen alle unfertig aus, weil sie ständig erweitert werden, sobald die Familien ein bisschen Geld zur Verfügung haben. Eine kriminelle Jugendbande macht den Bewohnern des Viertels sehr zu schaffen – ein Grund mehr, warum viele Eltern froh sind, ihre Kinder zur Fundación schicken zu können. Trotzdem sind die Frauen stolz auf das, was sie haben. Und die Kinder sind fröhlich und fasziniert vom Besuch aus dem fernen Europa.
Eine weitere Kindertagesstätte der Fundación befindet sich in der Pfarrei „Egipto“, die sich näher am Stadtzentrum befindet. Auch hier werden die Kinder von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern betreut sowie von Pater Raffael, dem Pfarrer der Gemeinde, der eng mit der Fundación zusammenarbeitet. „Egipto“ sieht anders aus, städtischer, doch ist auch das Leben hier anders. Die Leute haben hier keine eigenen Häuser, sondern wohnen zur Miete. Drogen und Kriminalität sind viel präsenter, als in dem Viertel am Stadtrand. Aber die Fundación bietet den Kindern eine Perspektive, eine andere Sicht auf das Leben und einen Einblick in ein Leben, das anders ist als das, das sie von zu Hause kennen.
Mit diesen Eindrücken von Bogotá, den schönen, den faszinierenden, aber auch den traurigen, verlassen wir die Stadt und fliegen nach Quibdó.
Quibdó liegt im Chocó, einem Departement im Westen Kolumbiens – mitten im Urwald. 85% der Bevölkerung sind schwarz. Die Menschen sind die Nachfahren ehemaliger Sklaven, die sich hier nach ihrer Befreiung niedergelassen haben. Es erscheint fast so wie ein kleines Stück Afrika, das sich mitten im Urwald Südamerikas eine neue Heimat gesucht hat. Am Flughafen erwarten uns nicht nur Pater Uli und Ursula, die Schwester von Pfarrer Holzapfel sowie Pater Jesus Maria, der momentane Administrator der Diözese Quibdo, sondern auch schwüle Hitze. 30 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit erschlagen einen im ersten Moment.
Die Stadt ist ein Dorf im Vergleich zu Bogotá, gerade einmal 200.000 Einwohner, doch mindestens genauso unübersichtlich, laut und hektisch. Das Haus von Ursula und Uli liegt in einer kleinen Seitenstraße und obwohl wir uns eigentlich mitten in der Stadt befinden, hat man stets das Gefühl, mitten im Urwald zu sein. Der Blick von der Terrasse ist der Blick in ein Paradies. Palmen, Bäume mit gigantischen Stämmen und Blättern, Früchte, die wir nur aus dem Supermarkt kennen, wachsen hier wild, genauso wie Orchideen und andere farbenfrohe Blumen. Papageien fliegen über die Bäume hinweg, ein Kolibri schwebt von einem Blütenkelch zum nächsten und Schmetterlinge in den tollsten Farbkombinationen folgen ihnen. Zusammen mit der Hängematte, die im Keller hängt, der natürlich offen ist zur Terrasse hin, wäre es wohl ein wahres Urlaubsparadies. Doch wieder trügt der Schein.
800 Namen zieren die Wand einer kleinen Kirche in Zentrum von Quibdó. 800 Namen von Menschen, die kaltblütig erstochen, erschossen, kurz ermordet und getötet wurden von Guerilla, Paramilitär, Militär oder von der Polizei. Allesamt im Chocó. Und hier hängen nur die Namen derer, deren Familienangehörige den Mut hatten, die Morde Ursula und Uli zu sagen. Wer weiß, wie viele sich nicht trauen, die Untaten zu verraten, aus Angst, selbst Opfer zu werden.
Ich hatte auf der gesamten Fahrt nie Angst. Nicht in den armen Vierteln Bogotás, nicht auf den Straßen der Städte, nicht auf der Fahrt auf dem Fluss. Aber in dieser Kirche, wo 800 Gesichter, 800 Ermordete auf mich blickten, hatte ich Angst um mein eigenes Leben.
Was für mich eine völlig neue Erfahrung ist, ist für die Menschen im Chocó Alltag geworden. Und dennoch sind die Menschen dort freundlich, nett und unglaublich stolz auf das, was sie besitzen. Selbst, wenn es nur ein Haus aus Brettern mit Wellblechdach ist, und dem Nötigsten zum Anziehen und Essen.
Außer in Quibdó verbringen wir auch noch ein paar Tage in Bellavista, dort wo am 2. Mai 2002 die Guerilla und die Paramilitärs ein Massaker mit über 90 Toten verschuldet haben. In genau diesem Dorf sind wir untergebracht, bei drei Ordensschwestern. Außer dem Haus der Schwestern, der wiederaufgebauten Kirche und einem kleinen Haus, in dem eine schwarze Familie wohnt, ist das Dorf ein Geisterdorf. Etwas flussaufwärts liegt das neue Bellavista, das wir auch besuchen und wo wir zusammen mit den Einwohnern das Patronatsfest der „Virgen del Carmen“ feiern. Die Eindrücke der beiden Bellavistas und das Leben am Rio Atrato, dem Fluss, der durch Quibdó und Bellavista fließt, werden jedem von uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Gruppenbild mit Gästen – Kinderbetreuung der „Fundacion de vida“ in Bogotá
Außerdem machen wir noch ein paar Tage Halt in Medellin, bei Inge, einer Theaterpädagogin aus Köln, die uns mit Sauerkraut und Kassler empfängt und uns auch in dieser Stadt die schönen, aber auch die negativen Seiten zeigt.
Dann geht es zurück nach Bogotá und von dort aus wieder zurück nach Deutschland.
Die „Virgen del Carmen“ wird für die Prozession am Patronatsfest schön gemacht
Gedächniskapelle in Quibdo
Aber so schlecht es den Menschen auch geht, es geht immer weiter – und Ursula, Uli, José und all die anderen, die sich für die einsetzen, die unterdrückt, ermordet, verfolgt oder vertrieben werden, machen das möglich, mit der Unterstützung, die sie von uns in Deutschland, im Saarland und in der Seelsorge-Gemeinschaft Bübingen, Güdingen und Brebach-Fechingen bekommen.
zu Gast bei Monseñor Fidel leon Cadavid

Güdingen:
Hans FritschFechingen:
Alice HennenBei Interesse rufen Sie bitte im Pfarrbüro (s.o.) an
Auch in diesem Herbst wird in der Brebacher Abendmesse Musik aus verschiedenen Epochen, Stilen und zu besonderen Themen zu hören sein. Geplant sind u.a. "Lieder aus Trier", verschiedene Instrumentalsolisten, außerdem die "Swingende Orgel" am 6.11., "St. Martin" am 13.11., Gospelchor TonArtisten am 20.11., "Gregorianik zum Advent" am 4.12. und Vieles mehr.
Der Gottesdienst mit Liedern aus Taizé ist in diesem Jahr erstmals im Rahmen der gemeinsamen "Ewig-Gebet-Feiern" am Samstag, dem 18. September.
Da durch die Wassereinbrüche während der Renovierungsarbeiten an der Brebacher Pfarrkirche auch die Orgel gelitten hat (und immer noch leidet), können einzelne Änderungen möglich sein. Ein Blick in die Gottesdienstordnung bzw. auf die Aushänge in der Kirche sind daher sehr zu empfehlen.
Matthias Scheller
Impressum:
Herausgeber:
Pfarrer Matthias Holzapfel
Adresse:
Seelsorge-Gemeinschaft der Kath. Pfarreien
St. Katharina, Heilig Kreuz, Maria Hilf und St. Martin
Saarbrücker Straße 72a
66130 Saarbrücken
Tel. 06 81 - 87 21 34
Fax 06 81 - 87 61 475
eMail pfarrbuero@bgb-f.de
Der nächste Pfarrbrief erscheint am 27. November 2011.
Redaktionsschluss ist am 10. November 2011.